Nach Raubüberfall
Festnahmen im Fall Kim Kardashian

Über Monate hinweg ermitteln Fahnder in aller Stille. Dann schlagen sie zu. Zumindest ein Verdächtiger machte beim Überfall auf Kim Kardashian einen Fehler – und hinterließ eine eindeutige Spur.
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ParisGut drei Monate nach dem spektakulären Raubüberfall auf US-Star Kim Kardashian in Paris haben französische Ermittler mindestens 16 Verdächtige festgenommen. Das berichteten die Nachrichtenagentur AFP und weitere französische Medien am Montag mit Verweis auf Polizeiquellen; der Nachrichtensender BFMTV sprach sogar von 17 Festgenommenen im Alter von 30 bis 60 Jahren. Die Staatsanwaltschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der 36-jährige US-Medienstar war Anfang Oktober in einer Pariser Luxusresidenz von maskierten Räubern brutal überfallen worden. Die mutmaßlichen Täter erbeuteten dabei Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro.

Bei Durchsuchungen im Großraum Paris und im Süden des Landes am Montagmorgen seien auch Geld und Dokumente sichergestellt worden, hieß es in Medienberichten. Die Operation sei von der Polizei-Spezialeinheit BRB geleitet worden. Diese ist unter anderem für Ermittlungen bei bewaffneten Raubüberfällen zuständig.

Den Razzien gingen Ermittlungen voraus, bei denen DNA-Spuren vom Tatort ausgewertet wurden. Eine davon habe zu einem Verdächtigen geführt, der bereits wegen Raubes polizeibekannt sei, zitierte AFP Ermittlerkreise. Laut BFMTV sind die meisten Verdächtigen bekannte Schwerverbrecher.

Bei dem Überfall wurde die Frau von Rapper Kanye West gefesselt und bedroht. Einige Täter flüchteten auf Fahrrädern. Es war der größte Schmuckraub in Frankreich seit mehr als 20 Jahren, wie französische Medien berichteten.

Nach dem Überfall hatte die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Die Vorwürfe lauteten: Bandenmäßiger bewaffneter Raubüberfall, kriminelle Vereinigung und Freiheitsberaubung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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