Nach Selbstmordversuch
Mutmaßlicher Mörder Mitjas gefasst

Die kontinuierliche Information der Bevölkerung über die Medien habe den hohen Druck aufrecht erhalten. „Wir waren im Indianerprinzip in den Bereichen rund um Schkeuditz immer präsent, so dass sich der Mann praktisch nirgends sicher fühlen konnte.“ Schließlich habe die Zermürbungstaktik den Gesuchten in die Enge getrieben. „Dass der Mann sich dann 200 Meter vom Fundort der Leiche und seinem Wohnort entfernt, vor eine Straßenbahn stürzt, war so nicht vorhersehbar“, sagte der Polizeichef. „Den kleinen Mitja macht das alles nicht wieder lebendig, aber es ermöglicht der Familie, jetzt zur Ruhe zu kommen.“ Die Eltern des getöteten Neunjährigen seien unmittelbar nach dem Ergreifen informiert worden.

Die Spurensicherung wurde am Morgen abgeschlossen. Zu den Details des Fahndungserfolges wollten die Ermittler am Vormittag die Presse informieren. Seit dem Fund der Leiche am vergangenen Samstag hatte die Polizei fieberhaft nach Uwe K. gesucht. Er war auf dem Foto einer Überwachungskamera in einer Straßenbahn mit dem Jungen kurz vor dessen Tod zu sehen. Ein Gartennachbar hatte ihn daraufhin identifiziert.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Gesuchte zwischen 1981 und 1998 bereits fünf Mal wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war. Daraufhin waren erneut Forderungen nach härteren Strafen, lebenslangen Kontrollen und Sicherungsverwahrung für Triebtäter laut geworden.

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