Nach Silbereisen-Kritik
„Florian, du hast einen gut bei mir“

Florian Silbereisen zieht mit seinen Sendungen Millionen Zuschauer an. Thomas Gottschalk gehört offenbar nicht dazu. Er nannte Silbereisen den „größten Irrtum in der Fernsehgeschichte“. Nun entschuldigte sich Gottschalk.
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MünchenNach heftiger Kritik an seinem Kollegen Florian Silbereisen rudert Thomas Gottschalk nun zurück. „Wer mich kennt weiß, dass ich gegen niemanden etwas habe. Auch nicht gegen Florian Silbereisen“, sagte der 62-Jährige der „Bild“-Zeitung (Freitag). Gottschalk hatte den Musiker und Showmaster bei einer Vorlesung an der Uni Heidelberg unter großem Beifall seiner Zuhörer als „größten Irrtum in der Fernsehgeschichte“ bezeichnet.

Silbereisen (31), den Gottschalk zuvor auch einen „Carolin-Reiber-Klon“ genannt hatte, sei „ein ausgesprochen netter Kerl“, wirke in seinen Shows auf ihn allerdings immer etwas gekünstelt, sagte der Moderator nun und entschuldigte sich ausdrücklich bei seinem jungen Kollegen. „Dass ich ihn deswegen als "Irrtum" bezeichnet habe, tut mir jetzt schon wieder leid. Sorry Florian, du hast einen gut bei mir. Außerdem kann es ihm egal sein, denn fünf Millionen Zuschauer geben ihm Recht.“

Showmaster Silbereisen hatte zuletzt am Wochenende mit seinem „Herbstfest der Überraschungen“ in der ARD 5,43 Millionen Zuschauer vor den Fernsehbildschirmen versammelt. Gottschalk schaffte es gemeinsam mit Dieter Bohlen und dem RTL-„Supertalent“ auf rund 20 000 Zuschauer mehr.

Silbereisen hatte gelassen bis süffisant auf Gottschalks Kritik reagiert: „Auch über das "Supertalent" hat Gottschalk oft gelästert, heute sitzt er dort in der Jury und findet die Sendung toll“, sagte er und fügte hinzu: „Vielleicht leitet er irgendwann meinen Fanclub.“

Auch gegen Bohlen hatte Gottschalk zuvor öffentlich ausgeteilt. Früher sagte er beispielsweise mit Bezug auf dessen RTL-Shows: „Ich verspreche niemandem, dass er zum Superstar wird und frage bei jemandem, der 20 Kisten aufeinander stellt, nicht nach, ob er vielleicht noch ein trauriges Schicksal hat.“ Heute sitzt er Seite an Seite mit Bohlen in der Jury.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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