Nach Strip-Billiard-Fotos
Nackter Prinz Harry wird zum Werbestar

Die Nacktfotos haben Folgen: Die Firma Unilever und die Stadt Las Vegas nutzen den Aufruhr um Prinz Harrys Strip als Marketingcoup. Harrys Kameraden zeigen derweil Solidarität mit dem Royal - und ziehen blank.
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London/DüsseldorfNicht nur der britische Boulevard schlägt Profit aus den Strip-Billard-Fotos von Prinz Harry. Die Stadt Vegas, in der die pikanten Fotos des Thronfolgers entstanden, bezieht Stellung und macht damit gehörig Werbung für sich selbst als Party-Stadt.

Bei der bereits bestehenden Kampagne-Website „Know the code“ fordert die Stadt Besucher dazu auf, den Ehrenkodex „Was in Vegas passiert, bleibt auch in Vegas“ zu unterzeichnen. „Las Vegas bedeutet Freiheit für Erwachsene, eine Freiheit, an der sich auch Prominente und die königliche Familie erfreuen dürfen“, zitieren britische Medien Cathy Tull, die Marketingchefin von Visit Las Vegas.

In einer ganzseitigen, wie ein Fahndungsplakat aus Wild-West-Zeiten anmutenden Werbeanzeige in der Zeitung „USA Today" ruft die Tourismuseinrichtung außerdem zum „Boykott“ derjenigen auf, die den Prinzen ausgenutzt hätten. „Schämt euch!“ lautet die Headline. Mit denen, die die Bilder weitergegeben hätten, sollten keine Partys mehr gefeiert werden. „Mit denen spielen wir nicht mehr“, proklamierte das Tourismusamt.

„The Sun" hatte am Freitag trotz Protests aus dem Buckingham-Palast die Nacktfotos gedruckt. Die pikanten Bilder zeigen den jüngeren Sohn des britischen Thronfolgers Prinz Charles nackt mit einer unbekleideten Frau am Rande eines „Strip Billiard"-Spiels in einem Hotelzimmer in Las Vegas.

Das Königshaus hatte die Echtheit der Bilder bestätigt, aber versucht, die Veröffentlichung zu verhindern. Bis zum Vorstoß der „Sun" hatte die britische Presse auf einen Abdruck verzichtet. Die Zeitung hatte erklärt, die Leser hätten ein Recht, die Bilder zu sehen. Zudem sei es „lächerlich", dass die Bilder „von hunderten Millionen Menschen im Internet" angeschaut werden könnten, nicht aber in „der beliebtesten Zeitung der Nation".

Auch am Flughafen wirbt Visit Las Vegas mit einem weiteren Motiv. In weißen Lettern auf rotem Hintergrund wird der Prinz ermuntert, Ruhe zu bewahren und sich nicht beirren zu lassen („Keep calm and carry on Harry“).

Auch das Unternehmen Unilever hat das Marketing-Potential des Nacktskandals erkannt: Augenzwinkernd entschuldigt sich die Firma in einer Printanzeige in der „Sun“ für Harrys Debakel: „Sorry Harry, wenn es irgendetwas mit uns zu tun hatte“. Damit spielt das Unternehmen auf seine Marketingstrategie für das Deo Lynx (hierzulande Axe) an und den Slogan „The Lynx Effect" (hierzulande: „The Axe Effect“).

Ein weiteres Motiv zeigt eine Lynx-Unterhose im Union-Jack-Design und der Botschaft „Einer hat das Chaos ausgelöst." Das Ganze fügt sich ebenfalls ein die aktuelle globale Kampagne des Unternehmens „Unleash the Chaos" für die neue Pflege-Serie Anarchy.

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Nackter Prinz Harry wird zum Werbestar

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Nackter Salut für Prinz Harry

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  • Billiard mit zwei I? Kenne das Spiel gar nicht.

  • Und wen interessiert das ? Nur Menschen, die nichts zu tun haben. Hoffentlich hat er wenigstens noch einige tolle Nächte gehabt, bevor er wieder in die Zwänge des Lebens zurück muß. England kann stolz sein, daß sie wenigstens noch einen Prinzen haben, der einen hoch kriegt. Das kann man von unseren deutschen Politikern nicht behaupten; bei denen wäre die Frau wahrscheinlich nicht eng hinter ihnen, sondern vor lachen vor ihnen auf dem Boden.

  • +++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

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