Nach Sydney-Unruhen
Australien will „Rowdys und Kriminelle“ schärfer bestrafen

Australien reagiert auf die Unruhen im Land: Als Reaktion auf die rassistisch motivierten Ausschreitungen hat Australien die Strafen im Bundesstaat New South Wales verschärft.

HB SYDNEY. Nach den neuen Bestimmungen dürfen Beamte unter anderem ganze Stadtviertel abriegeln, Autos sowie Handys beschlagnahmen und Gaststätten schließen, wie australische Medien meldeten. Die Behörden befürchten am Wochenende neue Auseinandersetzungen zwischen weißen und arabischstämmigen Jugendlichen. Dann sollen hunderte zusätzliche Polizisten an Brennpunkten im Einsatz sein.

Solange die Randalierer sich weigerten, „Respekt und Verantwortungsbewusstsein zu zeigen, werden diese Möglichkeiten voll und ganz ausgeschöpft“, sagte der Ministerpräsident von New South Wales, Morris Iemma, zu den Gesetzesänderungen im Parlament. „Rowdys und Kriminelle haben unserer Gesellschaft den Krieg erklärt. Wir werden es nicht zulassen, dass sie unser Leben unterwandern."

Die Ausschreitungen hatten am vergangene Sonntag begonnen, als 5000 weiße Jugendliche auf Menschen mit arabischem Aussehen am Strand des Stadtteils Cronulla in Sydney losgingen und rassistische Parolen riefen. In den folgenden zwei Nächten randalierten dann arabischstämmige Jugendliche in demselben Viertel. Dutzende Menschen wurden dabei verletzt, zahlreiche Geschäfte verwüstet und Autos beschädigt.

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