Nach Todesfällen in Europa
EHEC hat offenbar die USA erreicht

Keine Entwarnung in Sachen EHEC: Der Krankheitserreger hat erstmals außerhalb Deutschland einen Mensch das Leben gekostet - wieder eine Frau. Die Quelle ist noch immer unklar, denn die verdächtigten Gurken sind es nicht.
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Hannover/Gütersloh/StockholmDie Ursache für die EHEC-Erkrankungswelle ist wieder völlig offen. Auf zwei spanischen Gurken in Hamburg, die zunächst als eine Quelle der Erreger galten, fanden sich zwar EHEC-Keime - aber nicht die des derzeit grassierenden Typs O104. „Unsere Hoffnung, die Quelle der schweren Komplikationsfälle mit HUS-Syndrom zu entdecken, hat sich bei diesen ersten Ergebnissen leider nicht erfüllt“, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag.

Dennoch sei es vor einigen Tagen richtig gewesen, die Untersuchungsergebnisse zu veröffentlichen, betonte Prüfer-Storcks. „Denn die Verunreinigungen können sehr wohl EHEC auslösen.“ Es wäre unverantwortlich gewesen, bei einer solchen Zahl von Erkrankungen, einen begründeten Verdacht zurückzuweisen.

Neben der weiteren Suche nach der Infektionsquelle werde nach wie vor auch die Ursache für die Kontamination dieser zwei Gurken untersucht. EHEC-Bakterien stellten, unabhängig vom Serotyp, immer eine Gesundheitsgefahr dar.

Nach Angaben der EU-Kommission gibt es inzwischen auch in den USA drei erste EHEC-Verdachtsfälle. Das sagte Kommissionssprecherin Pia Ahrenkilde-Hansen am Dienstag in Brüssel. In Europa gibt es außerhalb Deutschlands nach EU-Informationen neben dem jüngst gemeldeten Todesfall 30 EHEC-Erkrankungen in Schweden, bei 13 der Betroffenen sei das Hämolytisch-Urämische Syndrom (HUS) nachgewiesen worden. Dänemark meldete 16 EHEC-Fälle nach Brüssel, darunter sechs HUS-Erkrankungen. In Frankreich seien sechs HUS-Fälle bestätigt, in den Niederlanden würden sieben Fälle untersucht, und in der Schweiz sei eine Person an EHEC erkrankt, sagte Ahrenkilde-Hansen.

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