Nach tödlicher Tornado-Serie
Flutwelle könnte verheerende Schäden noch vergrößern

Nach der verheerenden Tornado-Serie in den USA drohen in einigen Bundesstaaten weitere große Schäden. Die Behörden befürchten eine Flutwelle und bereiten bereits die Sprengung eines Damms vor.
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WashingtonAus Angst vor massiven Überschwemmungen nach den Tornados bereiten sich die Behörden im US-Bundesstaat Illinois auf die Sprengung eines Damms vor. Noch sei aber nicht entschieden, ob der Schutzwall am Mississippi tatsächlich gesprengt werden soll, schrieb die Zeitung „Southeast Missourian“ am Montag in ihrer Internetausgabe.

Mit der Aktion könnte die bereits evakuierte Stadt Cairo vor einer Überflutung geschützt werden. Das Hochwasser würde stattdessen Farmland überschwemmen. Die Wasserstände des Mississippi waren durch heftige Regenfälle in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Dadurch wächst auch in den Staaten Louisiana und Mississippi die Angst vor einer Flutkatastrophe. In der Stadt Champaign im US-Staat Illinois haben die Behörden aus Sorge vor zwei angeschwollenen Flüssen bereits die Evakuierung der 2.800 Anwohner angeordnet.

Nach der verheerenden Tornado-Serie kämpfen die Betroffenen in sechs Staaten im Süden der USA weiter mit den Folgen der Katastrophe. Mitglieder der US-Regierung machten sich ein Bild von den Schäden. Die Delegation, der Heimatschutzministerin Janet Napolitano, Landwirtschaftsminister Tom Vilsack und ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde FEMA angehören, besuchte betroffene Familien in Alabama und Mississippi.

US-Präsident Barack Obama hatte diese Staaten sowie Georgia zu Katastrophengebieten erklärt. Dadurch ist es dem Staat möglich ist, Einzelpersonen finanziell zu unterstützen. Bis zum Sonntag hatten Suchtrupps mehr als 340 Todesopfer in der Schneise der Verwüstung durch sechs Bundestaaten geborgen.

Es sei damit „der tödlichste einzelne Tag mit Tornados“ seit dem 18. März 1925 gewesen, als bei einer Tornado-Serie 747 Menschen in den Tod gerissen wurden, teilte die zuständige Behörde - die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) - mit. Der US-Wetterdienst schätzte die zahl der einzelnen Tornados an dem Tag auf 211.

Tausende Verletzte und Obdachlose wurden in Anlaufstellen des Roten Kreuzes registriert. Allein in der stark betroffenen Stadt Tuscaloosa in Alabama haben die Monstertornados vergangene Woche nach Angaben von Bürgermeister Walt Maddox 5700 Gebäude zerschmettert. Versicherer schätzen den Gesamtschaden der Katastrophe in der Region auf zwei bis fünf Milliarden US-Dollar (1,35 bis knapp 3,38 Milliarden Euro).

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