Nach Unfall mit Gefahrgut-Lkw A61 für mehrere Stunden gesperrt

Ein Lastwagen mit gefährlicher Fracht fängt Feuer. Die Polizei sperrt daraufhin die vielbefahrene Autobahn 61 für mehrere Stunden. Über die Kanalisation gelangt die Fracht in einen Wildpark, der daraufhin evakuiert wird.
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Feuerwehrleute versuchen einen mit 30.000 Litern Ethanol beladenen Gefahrgut-LKW zu löschen. Der Lastzug war vermutlich wegen eines geplatzten Reifens in Brand geraten und umgestürzt. Quelle: dpa
A61 zwischen Laudert und Rheinböllen

Feuerwehrleute versuchen einen mit 30.000 Litern Ethanol beladenen Gefahrgut-LKW zu löschen. Der Lastzug war vermutlich wegen eines geplatzten Reifens in Brand geraten und umgestürzt.

(Foto: dpa)

Pfalzfeld/LaudertEin Gefahrgut-Lastwagen mit hoch entzündlichem Ethanol an Bord hat in Rheinland-Pfalz Feuer gefangen und über viele Stunden die A61 blockiert. Die Autobahn war am Dienstag zwischen Pfalzfeld und Laudert in beide Richtungen voll gesperrt, wie die zuständige Autobahnpolizei mitteilte. Der Verkehr auf der wichtigen Verbindung staute sich am frühen Abend und in der Nacht kilometerweit in beide Richtungen.

Gegen Mitternacht wurde in Fahrtrichtung Norden ein Fahrstreifen geöffnet. Den Angaben zufolge bestand zwischenzeitlich Explosionsgefahr. Es sei Ethanol in erheblicher Menge ausgetreten. Über die Kanalisation geriet die Flüssigkeit in ein Auffangbecken in der Nähe eines Wildparks, der evakuiert werden musste.

Nach ersten Erkenntnissen war bei dem Lastwagen, der 30 000 Liter der leicht entzündlichen Flüssigkeit geladen hatte, ein Reifen geplatzt. „Der Lkw ist von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt“, sagte ein Polizist. Die Zugmaschine sei danach sofort in Brand geraten. Der Fahrer sei beim Umkippen leicht verletzt worden, konnte sich aber schnell aus dem brennenden Fahrzeug retten.

Rund 100 Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Feuerwehr spritzte Löschwasser auf den am Fahrbandrand liegenden Lastwagen, um die gefährliche Ladung zu kühlen. Sie sollte so kontrolliert abbrennen, sagte ein Polizeisprecher. Der Gefahrstoff sollte noch in der Nacht durch die Werksfeuerwehr des Chemiekonzerns BASF geborgen werden. Die Polizei ging davon aus, dass die Sperrung in Richtung Süden noch einige Stunden andauern werde.

  • dpa
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