Nach unruhigem Wochenende
Nächtliche Unruhen in Dänemark flauen ab

Die Welle von Brandstiftungen in Dänemark durch Jugendliche mit Zuwanderer-Hintergrund ist zum Wochenauftakt abgeflaut. Nach Angaben der Polizei von Montagmorgen gab es in der Nacht deutlich weniger Feuerwehreinsätze als in der Vorwoche.

HB KOPENHAGEN. Dennoch sei 89-mal Brandalarm ausgelöst worden. Die Polizei nahm erneut 29 Jugendliche fest. Als wichtiger Grund für das Abflauen der Krawalle, die damit bereits die achte Nacht in Folge andauerten, gilt das Ende landesweiter Schulferien.

Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen sagte am Sonntagabend im Fernsehen, man könne für die Krawalle nicht die Gesellschaft verantwortlich machen. Verantwortlich seien allein die beteiligten Jugendlichen und deren Eltern. Rasmussen wies auch zurück, dass die Brandstiftungen Ausdruck von Empörung muslimischer Zuwanderer über den erneuten Abdruck von Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen seien.

Am Wochenende hatte die dänische Polizei wegen der anhaltenden Krawalle mehr als 60 Menschen zeitweise festgenommen. In der Nacht zum Sonntag gingen in vor allem von Einwanderern bewohnten Stadtteilen erneut Mülleimer, Autos, aber auch zehn Gebäude, in Flammen auf. Fünf Schulen brannten, landesweit meldeten die Behörden 93 kleinere Feuer. Rund 50 Menschen wurden in der Nacht zum Samstag festgenommen, 13 weitere am Sonntag.

Teile eines Schulgebäudes im Kopenhagener Stadtteil Tingbejerg beispielsweise wurden durch Brandstiftung schwer beschädigt. Polizeisprecher Jan Marker erklärte jedoch, dass sich die Lage insgesamt beruhigt habe. „Es ist nicht so schlimm, wie in der letzten Nacht“, sagte Marker am Sonntag. Die Festnahmen hätten offenbar ihre Wirkung gehabt. Zuvor hatten randalierende Jugendliche auch Steine auf Polizisten und Feuerwehrleute geschleudert.

Seite 1:

Nächtliche Unruhen in Dänemark flauen ab

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%