Nach wochenlangen Strapazen
Flüchtlingsschiff darf Hafen anlaufen

Das deutsche Flüchtlingsschiff „Cap Anamur“ darf nach mehr als dreiwöchiger Blockade durch die italienischen Behörden in den sizilianischen Hafen Porto Empedocle einlaufen. Schiffskapitän Stefan Schmidt erklärte, dass der Eingang zum Hafen nicht mehr blockiert werde.

HB PORTO EMPEDOCLE. „Die Hafenpolizei hat uns um 10.12 Uhr die Einlaufgenehmigung erteilt“, sagte Kapitän Schmidt. Ob die 37 an Bord befindlichen sudanesischen Flüchtlinge jedoch an Land dürfen, war vorerst unklar. Diese sind aufgrund der wochenlangen Strapazen psychisch und physisch am Ende. Das Flüchtlingsdrama der "Cap Anamur" hatte sich in den drei Wochen immer weiter zugespitzt. So konnte das Schiff am Sonntag zwar in italienische Gewässer einlaufen, wurde aber 200 Meter vor dem sizilianischen Hafen Porto Empedocle von der Küstenwache gestoppt.

Kapitän Stefan Schmidt hatte zuvor einen Notruf abgesetzt, dass die Lage außer Kontrolle zu geraten drohe. Die Sudanesen hätten gedroht, sich über Bord zu stürzen. Die Menschen aus dem sudanesischen Bürgerkriegsgebiet Darfur sind seit drei Wochen an Bord. „Sie sind vor allem psychisch am Ende und brauchen dringend Hilfe.“

Seite 1:

Flüchtlingsschiff darf Hafen anlaufen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%