Nahe des Tempels Angkor Wat
Tote bei Sturm auf besetzten kambodschanischen Kindergarten

Die Geiselnahme in einem internationalen Kindergarten in Kambodscha hat ein tragisches Ende genommen: Als Sicherheitskräfte das Gebäude stürmten, erschoss einer der Geiselnehmer ein Mädchen aus Kanada. Alle anderen Geiseln blieben unversehrt.

HB PHNOM PENH. Die sechs maskierten Kriminellen hatten nach Regierungsangaben etwa 40 Kinder sechs Stunden lang in dem Touristenort Siem Reap in ihrer Gewalt. Beim Sturm kambodschanischer Sicherheitskräfte wurden nach nicht bestätigten Berichten auch zwei Geiselnehmer getötet. Die Sicherheitskräfte gingen gegen die Geiselnehmer vor, nachdem diese gedroht hatten, ihre Gefangenen umzubringen.

Wie ein Regierungssprecher in Phnom Penh sagte, wurden vier Geiselnehmer festgenommen. Sie seien kambodschanischer Nationalität. Nach einem Bericht der BBC hatten die Männer 1000 Dollar, schwere Waffen und ein Auto für die Fahrt zur thailändischen Grenze gefordert.

Über die Motive für die Geiselnahme gab es unterschiedliche Vermutungen. Einige Berichte sprachen von Drogenhändlern, anderer von politisch motivierten Gewalttätern, die dem Tourismus in der Gegend schaden wollten.

Der Kindergarten liegt in der Nähe der berühmten Tempelanlagen von Angkor Wat, dem Touristenzentrum im Norden des Landes. Unter den Kindern waren Australier, Briten, Japaner, und Koreaner. Deutsche sind nach ersten Berichten vermutlich nicht darunter. Ihre Eltern arbeiten im Hotel- und Gaststättengewerbe, einer der wichtigsten Einnahmequellen des verarmten Kambodschaus.

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