Nahverkehr
Berliner S-Bahn-Fahrer melden sich massenhaft krank

In Berlin ist der Fahrplan der S-Bahn aus dem Takt geraten, weil sich massenhaft Fahrer der Triebzüge krank gemeldet haben. Doch unter den Fahrern grassiert nicht etwa ein rätselhaftes Virus - vielmehr hat sich die Belegschaft offenbar zu einem stillen Protest entschieden.

HB BERLIN. Das Unternehmen vermutet dahinter Widerstand gegen einen neuen Dienstplan, wie Unternehmenssprecher Gisbert Gahler am Montag bestätigte. Am Wochenende hatten sich etwa 60 von 400 benötigten Fahrern kurzfristig krank gemeldet. Die S-Bahn konnte deshalb nach Gahlers Worten auf vielen Linien nur im 20-Minuten-Takt fahren.

Ende Mai sei der Dienstplan der S-Bahnfahrer auf einen Sommerrhythmus umgestellt worden. Dies sei vorher „ausgiebig diskutiert“ worden und es habe auch „Meinungsverschiedenheiten“ gegeben. Denn der neue Plan sei in Einzelfällen für Kollegen weniger günstig wie der alte. Über den „Buschfunk“ sei der Unternehmensführung klar gemacht worden, dass die Krankmeldungen als Protest dagegen zu verstehen sei.

Man müsse nun „schauen, wie man nachsteuern“ könne, sagte Gahler. Die Fahrer hätten am Wochenende kurz vor Dienstbeginn meist telefonisch ihre Krankmeldung durchgegeben. „Da hat der Personaldisponent natürlich ein Problem“, sagte der Sprecher. Am Montag sei der Verkehr wieder normal gelaufen.

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