Nasa spricht lediglich von "Fehler im Design"
"Genesis"-Absturz: Instrument war falsch eingebaut

Der falsche Einbau eines Instruments hat wahrscheinlich zum Absturz der „Genesis“-Raumkapsel im September geführt. Das ist das vorläufige Ergebnis von Untersuchungen eines Expertenteams der Weltraumbehörde NASA, wie US-Medien am Freitag berichteten.

HB WASHINGTON. Danach war das Gerät zur Berechnung der Bremsgeschwindigkeit von „Genesis“ mit Sonnenstaubteilchen an Bord falsch herum installiert. Die NASA selbst sprach in einer offiziellen Mitteilung lediglich von einem „Fehler im Design“ und betonte, dass es sich um ein vorläufiges Untersuchungsergebnis handele und noch andere Faktoren bei dem Absturz eine Rolle gespielt haben könnten.

„Genesis“ hatte fast drei Jahre lang wissenschaftlich unschätzbar kostbare Sonnenwindproben eingefangen und war auf dem Rückweg von der Mission zur Erde im US-Staat Utah mit voller Wucht auf den Boden geprallt, nachdem sich die Bremsfallschirme nicht geöffnet hatten. Nach Nasa-Angaben konnte aber entgegen ersten Befürchtungen ein „wesentlicher“ Teil der Proben aus den Wrackteilen gerettet werden.

Die „Los Angeles Times“ zitierte den Leiter des Untersuchungsteams, Michael Ryschkewitsch, mit den Worten, der Installationsfehler sei bei Tests nicht entdeckt worden. Es habe sich um einen so genannten Schwerkraft-Schalter gehandelt, der wegen des falschen Einbaus die Geschwindigkeit nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre nicht erfassen und damit die Entfaltung der Fallschirme nicht auslösen konnte.

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