Naturkatastrophe
Mindestens 15 Tote bei Erdbeben in Indonesien

Wieder hat ein schweres Erdbeben Indionesien erschüttert. Das Beben der Stärke 7,3 traf die Insel Java und damit auch Índonesiens Hauptstadt Jakarta. Bei dem Beben hat es auch Tote und Verletzte gegeben.

HB JAKARTA. Tausende Menschen liefen in Panik auf die Straßen, auch in der Hauptstadt Jakarta, wo das Beben der Stärke 7,3 deutlich zu spüren war. Eine Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit aufgehoben.

"Wir rechnen damit, dass die Totenzahlen steigen, weil wir noch nicht aus allen Regionen Meldungen bekommen haben", sagte Priyadi Kardono, der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. In der Küstenregion waren Telefon- und Stromleitungen teilweise unterbrochen.

Besonders betroffen war die Stadt Cianjur südöstlich von Jakarta. Dort kamen zehn Menschen ums Leben. Vier Tote wurden aus Tasikmalaya an der Südküste Javas gemeldet, einer aus der Stadt Sukabumi. In zahlreichen Bezirken wurden Häuser beschädigt. In Jakarta rannten Menschen in Panik auf die Straßen, Bürohochhäuser wurden geräumt. Dort wurden zahlreiche Menschen verletzt.

Das Erdbeben ereignete sich am Nachmittag um 14.55 Uhr Ortszeit (09.55 Uhr MESZ). Das Epizentrum lag rund 30 Kilometer unter dem Meeresboden vor der Südküste.

Nach Angaben des Pazifischen Tsunami-Warnzentrums war das Beben stark genug, um eine Flutwelle auszulösen. Im Dezember 2004 hatte ein gewaltiges Seebeben einen Tsunami verursacht, der in mehreren asiatischen Ländern rund 230 000 Menschen das Leben kostete.

Das Tsunami-Warnzentrum sieht inzwischen keine Gefahr für einen verheerenden Tsunami. Allerdings alarmierte es die Lokalbehörden, wachsam zu sein. "Es besteht die Möglichkeit, dass sich ein lokaler Tsunami entwickelt, der die Küsten im Umkreis von weniger als 100 Kilometern vom Epizentrum betrifft", teilte das Zentrum mit.

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