Nellie Connally
Letzte Zeugin des Kennedy-Attentats gestorben

Die frühere texanische First Lady Nellie Connally ist gestorben. Sie hatte 1963 mit in der Limousine gesessen, als die tödlichen Schüsse auf US-Präsident Kennedy fielen. Sie war die letzte Überlebende der vier Insassen.

HB AUSTIN. Bei der Fahrt hatte sie Kennedy auf die begeisterten Menschenmengen am Straßenrand hingewiesen. „Herr Präsident, sie können sicherlich nicht sagen, dass Dallas sie nicht liebt“, sagte sie ihm, kurz bevor er von den Schüssen getötet und ihr Ehemann schwer verletzt wurde.

Connally beharrte stets darauf, dass Kennedy von zwei Schüssen und ihr Gatte John Connally von einem dritten getroffen wurde. Die Kommission, die das Attentat untersuchte, kam hingegen zu dem Schluss, dass eine Kugel wohlmöglich Kennedys Körper durchschlug und dann ihren Gatten verletzte. Eine dritte Kugel habe das Auto vielleicht verfehlt. „Ich werden jeden bekämpfen, der mit mir über diese drei Schüsse streitet“, sagte Connally 1998 dem Magazin „Newsweek“. „Ich weiß, was in dem Auto geschah.“

Einige Verschwörungstheorien besagen, dass - wenn es drei Schüsse gab, die das Auto trafen und einen weiteren, der es verfehlte - es mehr als einen Attentäter gegeben haben muss und nicht nur Lee Harvey Oswald, den die Kommission für die Ermordung verantwortlich machte.

Connallys Ehemann, damals Gouverneur des US-Bundesstaates, erholte sich von seinen Verletzungen und setzte seine politische Karriere fort. Er starb 1993. Ein Jahr später starb auch Kennedys Witwe Jacqueline. Sie war die vierte Insassin des Wagens.

Die 87-jährige Connally wurde einem Freund ihrer Familie zufolge am Samstag tot an ihrem Schreibtisch gefunden. Mit ihrem Tod habe man nicht gerechnet, ihr Gesundheitszusand sei gut gewesen.

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