Netz spottet über Bischofsaffäre
Bischof „hat mehr Gläubiger als Gläubige“

Die Kostenexplosion des Limburger Amtssitzes und das Auftreten des Bischofs Tebartz-van Elst sorgt für Gesprächsstoff in sozialen Netzwerken. Besonders die Twitter-User setzen sich humorvoll mit dem Bischof auseinander.
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31 Millionen Euro, sechsmal mehr als ursprünglich veranschlagt, kostet der Amtssitz von Limburgs Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Nachdem der Bischof von einem Mitglied des bistümlichen Vermögensverwaltungsrats am Dienstag schon entweder als „ein schlimmer, gefährlicher Lügner” oder als „ein kranker Mann” bezeichnet wurde, ist auch in der Netzgemeinde kein Halten mehr.

Neben Beleidigungen unter der Gürtellinie steht der kirchliche Amtsträger beim Kurznachrichtendienst Twitter im Mittelpunkt vieler Kommentare.

Häufig ziehen die Nutzer die Verbindung zum Kostendesaster des Stuttgarter Bahnhofs, sodass sich Neukreationen wie „Tebartz21” oder „Limburg31” ergeben. Die NDR-Satiresendung „extra3” etwa bringt den Bischof als „Leiter der Bahnhofs-Mission S21 oder Chorleiter der Elbphilharmonie” ins Gespräch. Twitterer @9zehn100_8und70 ergänzt die Reihe um eine weitere wichtige Tätigkeit: Der Bischof solle Terminalmanager am teuren Pannenflughafen BER werden. Egal, welchen Job Tebartz-van Elst annimmt ein bestimmter Titel bleibt ihm verwehrt:

Das macht aber nichts, denn mit einem gewagten Blick in die Zukunft prophezeit @muellermanfred, in 500 Jahren werde der Bischof in den Geschichtsbüchern als „der visionäre Baumeister der Limburger Residenz” geführt werden.

Gewohnt bissig nahm die Satireseite „Der Postillion“ die Tebartz-Affäre auf die Schippe. „Es ist eine Geste der Versöhnung: Der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (..) hat einen neuen Kurs der Offenheit angekündigt. Derzeit werde für fünf Millionen Euro ein goldener Beichtstuhl errichtet, in dem er (...) seine Verfehlungen frei zugeben will“, schreibt das Portal und „zitiert“ den Bischof, dem unter anderem Verschwendung vorgeworfen wird: „Mir rutschte beim Frühstück fast der Kaviar in den Hermelinkragen, als ich von den heftigen Vorwürfen gegen meine Person erfahren musste.“

Nachdem die hohen Kosten erklärt habe, wolle sich Tebartz-van Elst selbst die Absolution erteilen. „Was Bischof Tebartz-van Elst bis dahin tun wird, ist noch unklar. Gerüchten zufolge plant er, bis zur Klärung der Affäre seinem Hobby nachzugehen, antike Perlen in Essig aufzulösen“, schreibt das Satiremagazin.

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„Immerhin arbeitet er auch sonntags“

Kommentare zu " Netz spottet über Bischofsaffäre: Bischof „hat mehr Gläubiger als Gläubige“"

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  • Bei dem vielen Pulver, was der Tebartz so sinnlos verschießt könnte er doch noch ein gutes Werk tun.
    [...]
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Sehr geil ist auch, was

    wwww.titanic-magazin.de

    schreibt: T-Bartz in da Hood ;-))

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