Neuankömmlinge in Rom werden den Papst nicht mehr sehen
Wegen Überfüllung geschlossen

Mit Verzweiflung und Tränen haben Pilger in der Nacht zum Donnerstag in Rom darauf reagiert, dass die Zugänge zum Petersdom geschlossen wurden. In den Schlangen standen noch so viele Menschen, dass weitere nicht vorgelassen werden konnten.

HB ROM. „Bitte, bitte, bitte lasst mich rein“, bat die 21-jährige Polin Alexandra Kramarczyk den Polizisten, der Neuankömmlinge daran hinderte, sich an der Schlange anzustellen. „Wir sind Polen, er ist unser Papst, wir lieben ihn“, rief sie, „das ist so ungerecht. Wie können sie das tun.“

Die Zeit ist abgelaufen. Neuankömmlinge werden sich nicht mehr von Johannes Paul II. verabschieden können. Denn die Beisetzung am Freitag naht. Mehrere tausend Menschen stellten sich neben der offiziellen Schlange in eine zweite Reihe, um doch noch zum Papst zu gelangen. Rund vier Millionen sind seit den Tod des Papstes am Samstag nach Rom gepilgert, um sich von ihm zu verabschieden., Und stündlich werden es mehr.

Die italienischen Behörden haben Pilger am Mittwoch aufgefordert, nicht in das Zentrum von Rom zu reisen. Die Stadt sei bereits überfüllt und Neuankömmlinge hätten keine Möglichkeit mehr, etwas von der Beisetzung von Johannes Paul II. zu sehen.

Der Sicherheitsbeauftragte Guido Bertolaso forderte die Pilger auf, ein eigens für sie eingerichtetes Zeltlager am Rande Roms aufzusuchen. „Die Innenstadt kann die Ankunft von weiteren Gläubigen nicht mehr bewältigen“, sagte Bertolaso. Doch auch die extra errichteten Quartiere sind so gut wie voll. In einem dramatischen Appell rief der Zivilschutz alle Römer auf, Gläubige aufzunehmen.

Zeitweise war die Menschenschlange vor dem Gotteshaus über fünf Kilometer lang. Die Pilger mussten zwölf Stunden auf Einlass warten. Weit über eine Million Gläubige sind bereits in Rom, es könnten bis zu vier Millionen zur Trauerfeier kommen. Nach Schätzungen des Außenministeriums in Warschau haben sich allein eine Million Polen auf den Weg in die Ewige Stadt gemacht.

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