Neue Autobrände
Der Staatsschutz ermittelt in Berlin

Abermals zündeten Unbekannte in Berlin mehrere Autos an. Die Ermittler gehen davon aus, dass politische Gründe hinter den Taten stecken. Nun fordern Polizeigewerkschaft und Politik ein hartes Durchgreifen.
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BerlinDie Serie von Brandanschlägen auf Autos in Berlin geht weiter. In den ersten Stunden des Donnerstag wurden nach Polizeiangaben sechs Autos angezündet. Verletzt wurde niemand. Es brannte in den Stadtteilen Charlottenburg und Tiergarten.

Die Polizei geht, wie bereits in den vergangenen Nächten, erneut von Brandstiftung mit politischer Motivation aus. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen. Bereits in den vergangenen zwei Nächten steckten Unbekannte mehrere Fahrzeuge in Brand.

Angesichts der Serie von Brandanschlägen auf Autos sowohl in Berlin als auch in Hamburg fordert die Polizeigewerkschaft ein hartes Durchgreifen. Rainer Wendt (54), Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), sagte der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe): „Wir brauchen harte und abschreckende Urteile.“ Er hält die Täter für „kranke Geister, die das Hab und Gut unbescholtener Bürger abfackeln“.

SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz (64) sagte der Zeitung: „Das ist eine Vorstufe zum Terrorismus. Auch die RAF fing mit Brandanschlägen an. Wenn solche Täter das Gefühl haben, sie werden nicht erwischt und wenn, dann nur leicht bestraft, werden sie zu schlimmeren Taten geradezu animiert.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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