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Raab kontert Kritik des Bundestagspräsidenten

Neue Polit-Show
Raab kontert Kritik des Bundestagspräsidenten

Bereits vor der ersten Sendung kritisierte Bundestagspräsident Lammert die neue Polit-Show von Stefan Raab. Ein Preisgeld für den Kandidaten mit der populärsten Meinung sei „absoluter Unfug“. Raab sieht das anders.
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BerlinEntertainer Stefan Raab hat die Kritik von Bundestagspräsident Norbert Lammert an seiner neuen Talksendung zurückgewiesen. „Einige in der Politik versuchen hier offenbar etwas zu verhindern, das sie mit ihren alten Mechanismen nicht beherrschen und kontrollieren können“, sagte Raab der „Süddeutschen Zeitung“.

In der am Sonntag auf ProSieben startenden Politik-Talkshow „Absolute Mehrheit“ diskutieren die Gäste mit dem Ziel, die absolute Mehrheit der Zuschauer hinter sich zu versammeln und 100.000 Euro zu kassieren. Lammert hatte laut „Westfalen-Blatt“ von „absolutem Unfug“ gesprochen: „Wer Geld für Meinungen aussetzt, bestellt Meinungen für Geld.“

Raab nannte es „unerhört“, dass Lammert in dieser Form über eine Sendung urteile, die das Ziel habe, junge Menschen wieder für die politische Diskussion zu begeistern. Den Vorwurf, durch das Preisgeld Meinungen zu kaufen, wies der 46-Jährige als absurd zurück. Meinungen für Geld würden am laufenden Band bestellt, „nämlich immer dann, wenn ein Politiker einen bezahlten Vortrag hält, wogegen ich grundsätzlich nichts habe“.

Raab empfahl Lammert, sich die Sendung erst einmal anzuschauen. Seine jungen Zuschauer seien anders als bei den klassischen Polit-Talkshows noch „formbar“ und ließen sich von Argumenten beeinflussen oder auch umstimmen.

Bei der Sendung am Sonntag sind der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Thomas Oppermann, der FDP-Chef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Jan van Aken und die Unternehmerin Verena Delius dabei. Nach der Absage von Bundesumweltminister Peter Altmaier wird zudem der CDU-Wirtschaftsexperte Michael Fuchs erwartet.

Politische Talkshows seien derzeit viel zu einförmig, sagte Raab. „Und dann gibt's da diese Seilschaften von Redakteuren und Fernsehmachern bei den Öffentlich-Rechtlichen, die gern mal einen befreundeten Pressesprecher bei einer Parteizentrale anrufen.“ Raabs Fazit: „Durch diese Sendung wird die Welt nicht schlechter werden! Und das ist schon mal geil.“

 



Kommentare zu "Raab kontert Kritik des Bundestagspräsidenten"

Alle Kommentare
  • Ich kann die "vorab" Kritik an der Sendung verstehen. Auch ich habe nach anfänglicher Freude über das Format erschreckt feststellen müssen, dass nicht der der Recht hat "gewinnt", sondern der, der am geschicktesten seine Meinung so vertritt (also auch Unwahrheiten erzählen darf). Also wie in der "echten Politik". Nur: Wofür dann dieses Sendung? Hier hätte ich das Gegenteil erwartet. Allerdings werde ich trotzdem die Sendung schauen. Es kann ja sein, dass da nochwas aus dem Hut gezaubert wird... immer dann wenn einer viele Stimmen hinter sich versammelt hat, werden durch Fakten seine Lügen enttarnt und dann muss er von vorne anfangen. Oder so. Wäre aber zu schön um wahr zu sein. Und vermutlich zu kompliziert für die Pro7 Zuschauer.

  • „Wer Geld für Meinungen aussetzt, bestellt Meinungen für Geld.“

    Hat Lammert damit die 7.550.000.000.- Euro jählich für ARD/ZDF gemeint ?

  • Der Angriff von Lammert ist nachvollziehbar. Denn die Parteien und Politiker sind es bisher gewohnt, dass sie die Meinung der Bürger nach Belieben ignorieren können, denn die Parteien sorgen mit ihren undemokratischen Listen stets dafür, dass stets die stromlinienförmigen Befehlsempfänger wiedergewählt werden. Deshalb sitzen nahezu immer dieselben überwiegend unfähigen Nasen in den Parlamenten.

    Die Bürger nachvollziehbar überzeugen müssen, ehrlich und gradlinig sein, die Stunde der Wahrheit: Das fürchtet der gemeine Politiker wie der Teufel das Weihwasser!

    Wenn die Show gut gemacht ist, halte ich es für durchaus möglich, dass sie junge Menschen für Politik interessieren kann. Bei dem, was die Politik in den letzten Jahren leistet, kriegen die jungen Menschen nämlich das große Kotzen.

    Auch wenn ich sonst eher kein Raab-Fan bin: Das sollte man sich erst einmal ansehen, bevor man gleich mit parlamentarischer Wucht draufhaut!

  • Vielleicht auch die bezahlten Meinungsumfragen, in denen die Politclowns so richtig gut rauskommen?

  • Ich finde die Idee gut und ich werde morgen gezielt Pro Sieben einschalten, was ich ca. zehn Jahre nicht gemacht habe.

    Ich möchte mal wieder schönen Streit sehen; die Talkshows sind ja alle weichgespült und sein Jahren erleben wir es, dass dreimal pro Jahr das Thema Pflege im Alter mit dem immer gleichen Argumenten diskutiert und mit immer gleichen Emotionen begleitet wird. Die Talkshow-Offensive der ARD hat nur verbrannte Erde hinterlassen. Was früher Pflichtprogramm (z. B. Plasberg), kann man heute nicht mehr sehen.

    Es wird Zeit für frische Ideen und mich interessiert auch, wie unverkrampfte junge Leute auf liberale Programmatik reagieren. In den Talkshows der ARD, geleitet von staatsaffinen Programmleitern und mit sozialdemokratischen Tratschtanten im Publikum, hat Sozial-Klimbim Hochkonjunktur. Ich freue mich schon auf Kubicki.

    Die Sendung ist eine Chance für heute im Staatsfernsehen unerwünschte Standpunkte.

  • "Wer Geld für Meinungen aussetzt, bestellt Meinungen für Geld.“ - *LAUT LACH*

    Das nennt sich Lobbyismus bzw. heute Beratungshonorar. Dafür sind die 80 Lobbyisten-Büros um den Bundestag da, um Meinungen zu erkaufen. Die Banken-Lobby gibt dafür täglich 3mil EURO aus, damit alles so korrupt bleibt wie es ist.

  • Bei den Öffentlich Rechtlichen hat die Politik einen Anspruch, hofiert zu werden und eine Plattform für Parteiprogramme und Parteiplatitüden zu haben. Bei den anderen Sendern besteht die Gefahr, dass ernsthaft nachgefragt wird und man seine Konzepte outen muss. Und dass man kritisiert und bewertet wird. Das ist vielen Politikern unangenehm und vielen Parteien gefährlich!

  • Die heutige Politik ist doch nichts anderes als ein reines Kabarett ! Raab nennt mit seiner Sendung das Kind nur mit Namen und bringt es dahin, wo es längst hingehört : zum Comedystadl !
    [...] Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • @ vicario:
    ich mag Altmaier nun wirklich auch nicht. Aber ihn hier mit diesem Schimpfwort zu charakterisieren, halte ich trotzdem für ziemlich daneben!

  • @ leo

    Leo, es handelt sich hierbei nicht um ein Schimpfwort...
    Altmaier ist eine Schwuchtel, er gibt es doch auch offen zu, deshalb genießt er auch Artenschutz, ganz wie seine Artgenossen Merkel, Wowereit, Trittin, Westerwelle,Shavan, und viele anderen mehr . Schwulsein gehört doch bei uns seit langem nicht mehr zu einer Abnormalität um beschmpft werden zu können ( man denke an CSD, LP u.s.w. ). Eine Beschimpfung war auf keinen Fall meine Absicht ( sonst hätte ich zu ihm gesagt Gesindel, Dilettant, Ar....., oder sowas! ).
    Hoffe, wir haben das jetzt richtiggestellt.

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