Neuer Entführungsfall: Deutscher Ingenieur im Jemen verschleppt

Neuer Entführungsfall
Deutscher Ingenieur im Jemen verschleppt

Im Jemen ist nach Angaben eines örtlichen Gasunternehmens wieder ein Deutscher entführt worden. Zusammen mit dem Mann seien im Süden des Landes zwei einheimische Mitarbeiter verschleppt worden

HB SANAA. Im Jemen ist ein deutscher Ingenieur von Angehörigen eines Stammes verschleppt worden. Auch zwei jemenitische Arbeiter seien entführt worden, teilte das Unternehmen, bei dem der Deutsche beschäftigt ist, am Sonntag mit. Weitere Angaben machte es zunächst nicht.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin bestätigte, „dass es ernstzunehmende Hinweise“ auf eine Entführung gebe. Die Botschaft sei intensiv um Sachaufklärung bemüht. „Wir stehen in engem Kontakt mit den jemenitischen Behörden.“

Im Jemen wurden bereits mehrfach Ausländer von Stammesangehörigen verschleppt, um Lösegeld oder die Freigabe von inhaftierten Verwandten zu erpressen. Im vergangenen Monat wurden drei Deutsche verschleppt. Die Entführer forderten die Freilassung zweier ihrer Stammesmitglieder, die wegen einer früheren Entführung ins Gefängnis wanderten. Die Mitarbeiterin für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und ihre Eltern wurden nach gut einer Woche unversehrt freigelassen.

In den meisten Fällen kamen im Jemen entführte Ausländer unverletzt frei. Im Jahr 2000 wurde allerdings ein norwegischer Diplomat während eines Feuergefechts getötet. Zwei Jahre zuvor kamen vier von 16 Touristen, die von Islamisten entführt worden waren, während einer Befreiungsaktion der Armee ums Leben. Der Jemen liegt an der Südspitze der Arabischen Halbinsel und zählt zu den ärmsten Ländern im Nahen Osten.

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