Neuer Job als Berater
Hans Sarpei kann auch Karstadt retten – oder?

Hans Sarpei ist im Internet ein Phänomen – das will sich auch der Karstadt-Konzern zu nutze machen. Der 36-Jährige Ex-Bundesliga-Profi wird neuer Social-Media-Berater – ein Auftrag, von dem beide profitieren könnten.
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DüsseldorfAuf dem Fußballplatz machte Hans Sarpei in der Vergangenheit kaum von sich reden. Bei seinem Ex-Verein Schalke 04 saß der 36-Jährige meistens auf der Bank oder sogar auf der Tribüne und kam in zwei Jahren zu ganzen neun Einsätzen.

Dennoch ist er ein Phänomen – und zwar im Internet. Der gebürtige Ghanaer hat dort mit seinen Sprüchen Kultstatus erlangt, gilt bei seinen Fans – mehr als 25.000 Nutzer folgen ihm bei Twitter, bei Facebook haben ihn rund 210.000 Menschen „geliked“ – als Alleskönner, der seinen eigenen Elfmeter halten kann und Liegestütze ohne Hände macht.

Kann Sarpei, könnte man scherzhaft fragen, womöglich auch Karstadt retten? Wie der Konzern auf seiner Facebook-Seite bekanntgab, wechselt Sarpei „kurz vor Ende der Transferperiode“ zu Karstadt Sports, als Social-Media-Berater. Der Anfang einer steilen Karriere?

Von dem Deal dürften beide profitieren. Karstadt machte zuletzt ausschließlich Negativschlagzeilen. Weitere 2.000 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, hieß es, auch im Management müssen bis zu hundert Führungskräfte gehen. Die Meldung von der Verpflichtung des Internetlieblings Sarpei, dessen Vertrag in der vergangenen Saison auslief und nicht verlängert wurde, ist eine willkommene Abwechslung und könnte das Image der Kaufhauskette aufpolieren.

„Ab sofort schreibt Karstadt schwarz“ – so kündigte Sarpei seinen neuen Job an. Derlei Sprüche scheinen Sarpei locker von der Hand zu gehen. Aber sind sie wirklich authentisch? Was lange unbekannt war: Der Ex-Bundesligaprofi wird selbst beraten, seit einem Jahr steht ihm ein Team der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt zur Seite. Den eingefleischten Fans dürfte es egal sein, ob's Karstadt weiterhilft, wird sich zeigen.

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