Neuer Verkehrsservice
Staumeldung per Livebild

Einen besonderen Verkehrsservice bietet der Hessische Rundfunk zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft. Er soll Autofahrer im gesamten Rhein-Main-Gebiet bereits beim Frühstück mit Livebildern über Staus informieren.

HB FRANKFURT. Der Hessische Rundfunk (HR) bietet ab dem 9. Juni – zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft – einen neuartigen Verkehrsservice, um zur Lösung der Stauprobleme auf den Autobahnen beizutragen. Wie der Sender am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte, sollen dann jeden Morgen im HR3-Fernsehen Bilder von zwölf Livekameras an den Verkehrsknotenpunkten im Rhein-Main-Gebiet übertragen werden, begleitet vom Programm des Hörfunksenders HR3 und aktuellen Verkehrsmeldungen sowie von einem Website-Angebot.

Damit entstehe ein in Europa einzigartiges multimediales Verkehrsinformationsangebot, sagte HR-Intendant Helmut Reitze. Mit den Fernsehbildern von Verkehrsdichten kann sich jeder Autofahrer beim Morgenkaffee bereits zu Hause vor der Fahrt ins Büro auf die jeweilige Verkehrsituation einstellen." Die Pendler können sich so frühzeitig eine Umleitung heraussuchen und damit neue Staus verhindern.



Das neue Format soll zwischen 6.00 und 7.55 Uhr gesendet werden. Danach sind die Bilder im Internet über einen Live-Stream auf der Website  hr-online.de zu sehen. Der Service wird zusammen mit dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt angeboten, die die Bilder ihrer Verkehrsüberwachungskameras zur Verfügung stellen.

Durch die Bilder zusammen mit Nachrichten aus der Verkehrsredaktion des HR soll sich der Autofahrer innerhalb von fünf Minuten ein Bild von der Verkehrssituation auf seinem Arbeitsweg machen können. Der hessische Regierungssprecher Dirk Metz äußerte die Hoffnung, dass dadurch die Zahl der Staus reduziert werden kann. Das Angebot sei mit einmaligen Investitionen von einigen zehntausend Euro außerordentlich kostengünstig zu realisieren, sagte Reitze. Der Sender könne auf bereits bestehende Infrastrukturen zurückgreifen, die Rotation der Fernsehbilder und die Einblendung der Verkehrsnachrichten seien vollständig automatisiert. „Das Angebot ist mit den Panoramabildern zu vergleichen, wie sie etwa der Bayerische Rundfunk zeigt“, sagte Reitze.

Das Projekt soll nach der WM überprüft werden. Falls es Erfolg hat, wird es fortgesetzt.

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