Neun Jahre nach Beben von Pisco
Mindestens vier Tote bei Erdbeben in Peru

Genau neun Jahre nach dem Erdbeben in Pisco kam es in Peru erneut zu einem schweren Erbeben. Im Süden des Landes stürzten zahlreiche Lehmziegel-Häuser ein. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben.

LimaBei einem Erdbeben im Süden Perus sind vier Menschen ums Leben gekommen. Die Gouverneurin von Arequipa, Yamila Osorio, korrigierte ihre früheren Angaben, nach denen es bei dem Beben der Stärke 5,3 in der Nacht zum Montag neun Todesopfer gegeben habe. Unter den vier bestätigten Toten ist ein 66-jähriger US-Bürger, der in einem schwer beschädigten Hotel in Yanque am Eingang des Colca-Tals wohnte. Der Colca Canyon ist ein beliebtes Touristenziel.

Das Zentrum des Bebens wurde nach Angaben der Erdbebenwarte IGP in 8 Kilometer Tiefe bei Chivay, 750 Kilometer südöstlich von Lima, geortet. Mindestens 120 Häuser stürzten ein.

Mehrere Verbindungsstraßen wurden durch Geröll blockiert. Die Regierung schickte drei Hubschrauber, um Versorgungsgüter zu transportieren und Verletzte aus isolierten Orten zu bergen. Ministerpräsident Fernando Zavala erklärte, die Regierung werde in der betroffenen Provinz Caylloma den Notstand ausrufen.

Vor genau neun Jahren, am 15. August 2007, waren in Pisco bei einem Erdbeben der Stärke 7,9 fast 600 Menschen gestorben. In Arequipa waren 2001 bei einem Erdbeben der Stärke 8,4 mehr als 240 Menschen ums Leben gekommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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