Neun Jahre nach dem Unfall
Neue Indizien zur Todefahrt von Lady Di

Knapp neun Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana hat die Londoner Polizei überraschend neue Beweise angekündigt, die zur Aufklärung des Falls beitragen sollen.

HB LONDON. Der mit den laufenden Ermittlungen betraute Beamte Sir John Stevens lehnte es aber ab, Details zu nennen. Dies führte dazu, dass am Mittwoch sofort wieder Spekulationen hochkochten, wonach es sich bei dem Unglück im August 1997 in Paris möglicherweise doch nicht um einen Unfall gehandelt hat.

Stevens erklärte anlässlich einer Buchvorstellung auf einem Literaturfest im Süden Englands, es lägen im Fall Diana neue Zeugenaussagen und kriminaltechnische Beweise vor. So sei etwa der Mercedes, in dem Diana und ihr Lebensgefährte Dodi al Fayed sowie der Chauffeur Henri Paul ums Leben kamen, vollständig auseinander genommen worden. Außerdem kündigte Stevens an, jeder einzelnen Verschwörungstheorie, die sich um den Tod ranke, nachzugehen. Eine Scotland-Yard-Sprecherin bestätigte die neuesten Entwicklungen, hielt sich aber ansonsten bedeckt.

Dennoch reichten diese wenigen Angaben aus, dass sich die britischen Medien auf die Aussagen des früheren Londoner Polizeichefs Stevens stürzten. Dodis Vater Mohamed al Fayed, der auch Eigentümer des Londoner Nobelkaufhauses Harrods ist, meldete sich ebenfalls zu Wort. „Ich weiß es war Mord“, erklärte er. „Und ich bin optimistisch, dass Stevens sich nicht einschüchtern lassen wird von den Geheimdiensten, von denen ich annehme, dass sie meinen Sohn Dodi und Diana exekutiert haben.“ Al Fayed hatte bereits mehrmals britischen Geheimdiensten vorgeworfen, die Prinzessin und Dodi getötet zu haben, da die Affäre den britischen Königshof blamiert habe. Diana war vor ihrer Beziehung zu Dodi mit Großbritanniens Thronfolger Prinz Charles verheiratet. Die Ehe wurde 1992 geschieden.

Dianas Tod versetzte 1997 Mill. Menschen weltweit in Trauer. Zugleich geriet die Klatschpresse unter Beschuss, weil Paparazzi den Wagen der Prinzessin verfolgt hatten bevor dieser in einem Pariser Straßentunnel gegen einen Pfeiler krachte. Französische Behörden gelangten nach einer Untersuchung 1999 aber zu dem Schluss, dass der Autounfall durch den Chauffeur Paul verursacht wurde. Er soll zu schnell gefahren und betrunken gewesen sein. An dieser Version bestehen jedoch bis heute Zweifel, was zu immer neuen Verschwörungstheorien führte.

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