New Orleans erneut bedroht „Rita“ verliert etwas an Kraft

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Der Leverkusener Bayer-Konzern schließt wegen des Hurrikanes seine Anlagen im texanischen Baytown in der Nähe von Houston. Die Anlagen gehörten zu der Konzernsparte MaterialScience, teilte ein Sprecher am Donnerstag in Leverkusen mit. Im Teilkonzern MaterialScience hat Bayer seine Chemie- und Kunststoffgeschäfte zusammengefasst. Die Anlagen in Baytown beschäftigten rund 1 100 Mitarbeiter, hieß es.

Der Direktor des Hurrikanzentrums, Max Mayfield, warnte, dass "Rita" sich noch schlimmer auswirken könne als "Katrina", die vor dreieinhalb Wochen in Louisiana - vor allem in der Metropole New Orleans - und in Mississippi verheerende Verwüstungen angerichtet hat. Die Zahl der Todesopfer liegt inzwischen bei mehr als 1000, dürfte aber noch deutlich ansteigen, da die Bergungsarbeiten noch andauern. Sollte Galveston, eine Inselstadt mit etwa 60 000 Einwohnern vor Houston, direkt getroffen werden, könnte sie zum größten Teil oder sogar ganz überflutet werden, sagte Mayfield.

Alarmstimmung herrschte wieder in New Orleans. Nach den Überflutungen durch "Katrina" wächst die Sorge, dass "Rita" auch noch bei einem Vorbeizug in größerer Entfernung so viel Regen und Sturm bringen könnte, dass die strapazierten Dämme nicht halten. Vor diesem Hintergrund hatte Bürgermeister Ray Nagin die am Montag eingeleitete Rückführung von tausenden geflüchteten Einwohnern ausgesetzt. Mit Hochdruck wurde an einer Verstärkung von Dämmen gearbeitet.

Wo genau "Rita" das Land erreichen wird, lässt sich nach Angaben des Hurrikanzentrums möglicherweise erst am Freitag sagen. Noch sei von Nordmexiko bis zum südwestlichen Louisiana alles möglich. Der amtierende Chef der US-Behörde für Katastrophenmanagement, David Paulison, erklärte, die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. So seien beispielsweise bereits dutzende Lastwagen mit Fertigmahlzeiten und Wasser sowie medizinische Fachleute vor Ort. Das Pentagon sei mit der Einrichtung von Lazaretten beauftragt.

"Rita" ist bereits der 17. Sturm der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik, die noch bis zum 30. November anhält. Seit beginn der Aufzeichnungen gab es nur drei Jahre, in denen mehr Stürme auftraten. Rekordjahr ist 1933 - damals gab es 21 Hurrikans.

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