New York gegen Trump: Eine Bar macht Politik

New Yorker Bar
Trinken gegen Trump

Eine Bar in New York gibt ihren gesamten Gewinn an Organisationen weiter, die gegen die Trump-Regierung vorgehen. Doch wer Engagement und Geschäft verbinden will, bewegt sich auf einem schmalen Grat.
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New YorkKummer und Frust kann man nicht wegsaufen. Eine menschenverachtende Regierung erst recht nicht. Trotzdem hält sich die Idee hartnäckig, dass Alkohol irgendwie hilft, wenn sonst nichts mehr läuft. Eine New Yorker Bar zieht da neuerdings eine Verbindung. Bei „Coup“ soll man für einen guten Zweck trinken – und der Politik von US-Präsident Donald Trump etwas entgegensetzen.

„In diesem Land beruht die Gesellschaft darauf, dass jeder ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück hat“, sagt Barbesitzer Ravi DeRossi über die Idee dahinter. „Aber dieser Typ [Donald Trump, Anm. d. Red.] will das genaue Gegenteil erreichen: Er will 99 Prozent der Bevölkerung unterdrücken, damit die obersten ein Prozent dieses Recht nur für sich haben.“

Jeden Monat sucht DeRossi eine Handvoll Organisationen aus, an die der gesamte Gewinn von Coup gehen soll – etwa die Bürgerrechtsorganisation ACLU, die unter anderem gegen den Einreisestopp für Muslime klagte, die Kunstförderung NEA oder das US-Pendant zu Essen auf Rädern.

In den Ecken des Lokals stehen grüne Vasen mit Kurzinformationen über diese Organisationen. In diese Vasen sollen Gäste dann einen Holz-Chip werfen, den sie im Gegenzug für Cocktail, Wein und Bier bekommen. So will DeRossi Engagement einfach machen.

Unumwunden gibt er zu, dass er sich ein Experiment wie Coup leisten kann. Vor 13 Jahren eröffnete er seine erste Bar, heute besitzt er 15 Lokale, weitere sind in Planung. In den Räumlichkeiten von Coup betrieb der Gastronom zuvor ein Fischrestaurant.

Auf einem barock verzierten Sofa im Büro seiner Firmenzentrale sitzt Mischlingshund Honeybee neben DeRossi. Für Tiere und vor allem gegen Tierquälerei hat sich der Gastronom schon zuvor stark gemacht. 2015 eröffnete er ein veganes Gourmet-Restaurant, und inzwischen hat er Tierprodukte aus elf seiner 15 Restaurants und Cocktailbars verbannt. Seit Mai lädt er nun in einer Extrabar dazu ein, Bürger- und Menschenrechte, Kunst, Tier- und Umweltschutz mit einem Drink zu stärken.

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