Nicaragua
„Felix“ stürmt an Land

Der Hurrikan „Felix“ hat Nicaragua erreicht. Der Wirbelsturm der höchsten Kategorie fünf fegt mit Wingeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern über das Land. Besonders schwer ist die Stadt Puerto Cabezas betroffen. Auf dem Weltmarkt sorgt die Angst vor vernichteten Ernten für einen höheren Kaffeepreis.

HB MIAMI. In der nicaraguanischen Stadt hat der Hurrikan Bäume entwurzelt und Strommasten umgerissen. „Es ist furchtbar, die Winde sind so stark, dass wir nicht heraus können, um Menschen zu retten. Wellblechdächer fliegen wie Blätter durch die Luft und Bäume stürzen um“, sagte ein Behördenvertreter am Dienstag im Radio. Auf dem Meer werde ein Boot mit einer unbekannten Zahl an Besatzungsmitgliedern vermisst. Hohe Wellen erschwerten die Suche. „Wir beten zu Gott, dass er uns beschützt und behütet“, sagte der Mann weiter.

In Puerto Cabezas leben 35 000 Menschen. Nach einem Bericht des US-Nachrichtensenders CNN gab Nicaragua eine Hurrikan-Warnung von Puerto Cabezas bis zur Grenze von Honduras heraus. Die Regierung von Honduras forderte ihre Bürger auf, sich auf den Wirbelsturm vorzubereiten. „Felix“ ist nach „Dean“ der zweite sehr gefährliche Hurrikan in der Region innerhalb von zwei Wochen. Der Wirbelsturm war am Dienstag mit voller Wucht auf die Karibikküste des nördlichen Nicaragua getroffen.

Es wird erwartet, dass der Wirbelsturm könnten auch Kaffeeplantagen verwüstet wird. Im frühen US-Handel zog daher der Preis für die Bohnen um über zweieinhalb Prozent an.

Dagegen bewegten sich der Ölpreis kaum. Der Markt warte ab, welche Schäden „Felix“ auf seinem Weg durch Mittelamerika anrichte und ob er die Ölanlagen im Golf von Mexiko beschädige, sagten Händler. Zudem hielten sich die Investoren angesichts des kommenden Dienstag bevorstehenden Treffens der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) zurück. Auf der Sitzung wird über die Förderquoten der Organsation entschieden.

Allerdings rechnen Experten nicht damit, dass die Opec dem Markt mehr Öl zur Verfügung stellt, nachdem mehrere Mitglieder der Organisation erklärt hatten, keinen Grund für eine Anhebung der Förderquoten zu sehen.

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