Nicht mehr im Koma

Michael Schumacher nach Lausanne verlegt

Dem ehemaligen Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher geht es besser. Fast ein halbes Jahr nach seinem schweren Skiunfall hat er das Krankenhaus in Grenoble verlassen. Nun steht eine „lange Phase der Rehabilitation“ an.
Update: 22.07.2014 - 11:34 Uhr 9 Kommentare

Schumacher aus Klinik entlassen

GrenobleMichael Schumacher ist nicht mehr im Koma. Er hat das Krankenhaus von Grenoble verlassen, teilte seine Managerin Sabine Kehm fünfeinhalb Monate nach Schumachers schwerem Skiunfall am Montag mit. Nun werde er „seine lange Phase der Rehabilitation“ fortsetzen. Schumacher wurde nach Lausanne in die Universitätsklinik „Centre hospitalier universitaire vaudois" (CHUV)“ verlegt. Das bestätigte ein Sprecher der Klinik der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Die Ärzte in Lausanne machten zunächst keine Angaben zur weiteren Behandlung von Schumacher. Er wohnt seit Jahren in der Schweiz.

In einem Statement schrieb Schumachers Managerin Sabine Kehm: „Seine Familie möchte sich ausdrücklich bei allen behandelnden Ärzten, Pflegern, Schwestern und Therapeuten in Grenoble ebenso wie bei den Ersthelfern am Unfallort bedanken, die in diesen ersten Monaten hervorragende Arbeit geleistet haben.“

Der Dank der Familie gelte auch all den Menschen, „die Michael so viele gute Wünsche gesendet haben. Sie haben ihm sicher geholfen.“ Informationen über Schumachers Aufenthaltsort und weitere Details zu seinem Zustand wurden nicht gemacht – und geht es nach Managerin Sabine Kehm, wird es die auch demnächst nicht geben. „Für die Zukunft bitten wir um Verständnis, dass seine weitere Rehabilitation außerhalb der Öffentlichkeit erfolgen soll“, hieß es in dem Statement. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Debatten um Exzesse der Medien.

Schumacher hatte bei einem Skiunfall am 29. Dezember 2013 im französischen Méribel ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und war in der Uniklinik Grenoble in ein künstliches Koma versetzt worden. Ende Januar wurde die Aufwachphase eingeleitet.

Zuletzt war es deutlich ruhiger um Schumacher geworden. Nach den turbulenten ersten Wochen mit zahlreichen Pressekonferenzen und einem großen Medienaufkommen rund um die Klinik in Grenoble hatte sich Kehm das letzte Mal Anfang April an die Öffentlichkeit gewandt und von „Momenten des Bewusstseins und des Erwachens“ beim Kerpener gesprochen. Seitdem hatte es keine offiziellen und bestätigten Informationen zu Schumacher mehr gegeben.

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9 Kommentare zu "Nicht mehr im Koma: Michael Schumacher nach Lausanne verlegt"

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  • @saythetruth
    Niemand hat ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie es einem Kranken geht.
    Auch war niemand gezwungen die "quasi taeglichen" Informationen ueber einen Sportler zu lesen, wens interessiert, vielleicht. Vielen waren diese Berichte in der Vergangenheit voellig gleichgueltig.

  • Natürlich wünsche ich jedem Menschen bestmögliche Gesundheit., aber dieser Personenkult, diese Identifikation, mit wem auch immer, ist einfach nur erbärmlich.

  • Nein, die Anteilnahme ist riesig und auch das Verständnis, wenn man seine wahre "Jetzt-Situation" beschreibt. Michael hatte immer das Risiko geliebt, das er beherrscht. Schon als er ein paar mal bei Motorrad-Rennen hinfiel und trotzdem weiter machte, hatte ich das Gefühl, er fordert das Risiko förmlich heraus. Er konnt einfach nicht aufhören und Gott hatte ja schon 1000 mal die Augen zugedrückt. Dann kam das 1001. mal .... ;-(

  • @ SayTheTruth

    Ich denke, Herr Schumacher hat seinen Zenit in puncto Volksinteresse schon überschritten.

  • Nachdem Schumacher quasi als Teil der Öffentlichkeit jahrzehntelang täglich in allen Zeitungen stand - hat die Öffentlichkeit auch in den schlechten Zeiten jetzt ein Anrecht darauf ... mehr zu erfahren, wie es wirklich um ihn steht nach dem Unfall auch mit Bildern, so erschütternd sie auch immer wären.

    Das wäre echte Anteilnahme, aber da werden wir ausgeschlossen. Es hat mit Sensationsgier nichts zu tun was ich meine, für 99 % der Menschen wäre es einfach die Wahrheit die gezeigt würde, so wie das Leben eben ist. Zeigt man die guten Seiten jahrzentelang muss man auch die schlechten Seiten zeigen, das ist menschlich, finde ich. Schicksal ist immer Schicksal, das weiss jeder Mensch.

    Aber das muss die Familie entscheiden.

  • Gott sei Dank, ich hoffe er findet wieder ins Leben zurück und wird wieder der, der er mal war bzw ist.

  • Super Nachricht! Ich wünsche ihm eine vollständige Genesung!

  • Daran haben wir immer alle geglaubt und gehofft. Wir beten alle für dich, Schu.

    Pls. get well soon. So einfach ist das. Over and out !

  • Endlich einmal eine gute Nachricht.

    Ich wünsche eine rasche und vollständige Genesung!

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