Niederrheinisches Viersen betroffen
Deutsche Hühner wegen Geflügelpest getötet

Aus Angst vor einer Ausbreitung der Geflügelpest in Nordrhein-Westfalen hat das Düsseldorfer Umweltministerium rund 96 000 Hühner vorsorglich töten lassen.

Reuters KÖLN. Am Wochenende seien alle rund 90 000 Geflügeltiere gekeult worden, die in einer Drei-Kilometer-Sperrzone um den Hof im rheinischen Viersen lebten, auf dem einem erster Verdachtsfall entdeckt worden war, sagte eine Ministeriumssprecherin. Außerdem seien rund 6 000 Tiere aus zwei Legehennenbetrieben in den nahe gelegenen Städten Moers und Willich getötet worden, in die Masthähnchen aus dem Viersener Betrieb geliefert worden seien.

Die Untersuchung der Lieferwege werde fortgesetzt. Vorsorglich sollten die Tiere in allen Betrieben getötet werden, die Geflügel von dem Viersener Hof bezogen hätten. Einen neuen Verdachtsfall gebe es bisher aber nicht, sagte die Sprecherin.

Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hatte nach Bekanntwerden des ersten Verdachtsfalls auf Geflügelpest umfangreiche Schutzmaßnahmen angeordnet. Um den zunächst betroffenen Mastbetrieb bei Viersen wurde eine Drei-Kilometer-Sperrzone errichtet. In dieser Zone liegen neben dem Hof mit dem aufgetretenen Verdachtsfall noch ein weiterer größerer und zahlreiche kleinere Betriebe. Aus dem Umkreis von zehn Kilometern um den betroffenen Hof dürfen keine Eier in den Handel gelangen. Außerdem hatte die Ministerin ein mehrtägiges Transportverbot für lebendes Geflügel und Eier erlassen. Ob sich der Verdachtsfall aus Viersen bestätigt, wird nach bisherigen Angaben frühestens Anfang der Woche fest stehen.

Auch die belgischen Behörden ordneten im Zusammenhang mit dem Verdachtsfall in Nordrhein-Westfalen in acht Betrieben die Tötung sämtlicher Hühner an. Die Betriebe hätten Futter von einem Transporter erhalten, der auch den Hof bei Viersen beliefert habe.

Der hochansteckende Geflügelpest-Erreger hat seit Ausbruch der Seuche Anfang März in den Niederlanden bereits hohe Schäden verursacht. Bislang wurden dort 26 Millionen und in Belgien 2,5 Millionen Geflügeltiere notgeschlachtet. Auch für den Menschen ist das Virus entgegen ersten Annahmen vermutlich gefährlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%