Niedrigwasser am Rhein
Schiffe fahren sich vor Duisburg fest

Über zwei Meter niedriger als Normal ist der Rheinpegel in Duisburg. Das extreme Niedrigwasser hat Folgen: Rund ein Dutzend Schiffe fuhren sich in den vergangene 14 Tagen bereits fest. Besserung ist nicht in Sicht.

DuisburgDer Rhein hat derzeit enormes Niedrigwasser. In Duisburg etwa zeigte der Pegel am Donnerstag 2,17 Meter – ein normaler Wert liegt dort bei circa 4,33 Meter. Zwar gelten September, Oktober und November als typische Niedrigwassermonate. „Aber wenn man den aktuellen Wert mit denen der letzten 20 bis 30 Jahre vergleicht, ist es schon ein sehr niedriger Wasserstand“, sagte Jan Böhme, Gewässerkundler beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Rhein. „Seit Juli geht es kontinuierlich abwärts.“ Bis zum Wochenende sei keine Besserung in Sicht, sagte Böhme.

Ausgangspunkt für Pegel-Messungen ist nicht der Grund des Gewässers, sondern der sogenannte Pegel-Nullpunkt. Er wird in der Regel knapp unterhalb des bis dahin niedrigsten Wasserstandes festgelegt. Der Pegelstand gibt also nicht die gesamte Tiefe eines Gewässers an. Dennoch hat das Niedrigwasser auch Folgen für die Rheinschiffer. Von etwa einem Dutzend festgefahrener Schiffe in den vergangenen 14 Tagen berichtete die Polizei in Duisburg.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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