Nikotin gilt als Einstiegsdroge
Glimmstängelverbot an Schulen geplant

Schüler und Lehrer sollen in Schulen in Niedersachsen und Hamburg künftig nicht mehr rauchen dürfen. Die zuständigen Minister beider Bundesländer planen, den Griff zur Zigarette an ihren Schulen generell zu verbieten.

HANNOVER/HAMBURG. Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) lässt nach Angaben vom Dienstag derzeit prüfen, welche juristischen Möglichkeiten es für ein Rauchverbot ab dem Jahr 2005 gibt. In Frage kommen eine Änderung des Schulgesetzes oder ein Erlass zu den Hausordnungen der Schulen.

Nach Ansicht von Hamburgs Schulsenatorin Alexandra Dinges-Dierig (parteilos) gibt es gegen ein Rauchverbot für Schüler und Lehrer an allen 432 Schulen der Hansestadt keine rechtlichen Bedenken. Erste Gespräche mit den Schulleitern soll es nach den Sommerferien geben. Hintergrund des Vorhabens ist das Ergebnis einer Befragung von 3 800 Hamburger Schülern ab 14 Jahren durch Experten für Suchtprävention, die eine Verbindung zwischen Rauchen und Drogenkonsum herstellen. Demnach konsumieren immer mehr Jüngere und vor allem rauchende Schüler auch Cannabis. Laut Studie greifen 38 Prozent der Raucher regelmäßig zu der Droge. Bei den Nichtrauchern seien es nur 2 Prozent.

Es sei eindeutig belegt, dass Rauchen für viele junge Menschen eine Einstiegsdroge für den späteren Konsum von Cannabis oder Alkohol sei, sagte auch ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover. Seinen Informationen zufolge gibt es derzeit noch kein Bundesland, das Rauchen an Schulen generell verbietet. An einigen Schulen gibt es aber bereits interne Abmachungen, dass Schüler und Lehrer auf Zigarettenkonsum während der Schulzeit verzichten. Diese freiwillige Vereinbarungen seien aber nicht mehr ausreichend.

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