Noch 130 Menschen vermisst
Totenzahl nach Kaufhausbrand auf 409 gestiegen

Zwei Tage nach dem verheerenden Kaufhausbrand in Paraguays Hauptstadt Asuncion ist die Zahl der Todesopfer auf 409 gestiegen. Unterdessen wurden der Kaufhausbesitzer, sowie fünf weitere Personen verhaftet.

HB ASUNCION. Die Staatsanwaltschaft teilte am Dienstag weiter mit, es würden noch 139 Menschen vermisst. 451 Menschen seien nach neuesten Erkenntnissen verletzt worden. Staatsanwalt Edgar Sanchez sagte, ein Wachmann habe ihm bestätigt, dass er nach Ausbruch des Feuers über Funk eine Anordnung zur Schließung der Ausgänge erhalten habe. Er wisse zwar nicht, wer diese Anordnung gegeben habe, habe dann die Türen aber verschlossen.

Zuvor hatten Augenzeugen berichtet, dass Wachleute Türen und Notausgang verriegelt hätten, um Plünderungen zu verhindern.

Der Besitzer des Kaufhauses, der die Anordnung bestreitet, sowie sein Sohn und vier Wachmänner wurden nach der Brandkatastrophe inhaftiert.

Die Zahl der Todesopfer des Brandinfernos stieg unterdessen auf 409. Die Behörden hatten zuvor von einer noch höheren Totenzahl gesprochen. Doch seien einige Todesopfer versehentlich doppelt gezählt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Allerdings könnte die Opferzahl weiter steigen, da noch 130 Menschen vermisst würden. 454 Menschen seien verletzt worden.

Ausgelöst wurde das Feuer am Sonntagmittag durch eine Gasexplosion. Zu dem Zeitpunkt war das Kaufhaus voller Menschen. Auch ein 40-Jähriger Deutscher und sein kleines Kind starben in den Flammen.

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