Nordosten der USA
Schneesturm versetzt New York ins Chaos

Die Nachwehen des heftigsten Schneesturms dieses Winters haben zahlreichen Bewohnern im Nordosten der USA chaotische Zustände zum Wochenbeginn beschert. Zehntausende Haushalte waren nach dem Blizzard am Sonntag von der Stromversorgung abgeschnitten, tausende Passagiere saßen nach Wochenendausflügen an Flughäfen und Bahnhöfen fest.

HB BOSTON. Der Schneesturm führte zu Unterrichtsausfällen an dutzenden Schulen und beeinflusste auch das Börsengeschehen. „Ich rechne heute mit einer sehr, sehr ruhigen Entwicklung, da die Hälfte der Wertpapier-Händler in New York und Boston zu Hause bleiben werden“, sagte der Geschäftsführer des Aktienhändlers Stifel Nicolaus Capital Markets, Tom Schrader, am Montag. Auch an der Wall Street werde es Personalengpässe geben.

Mit dem Ende der Rekord-Schneefälle am Montag normalisierte sich die Lage bei den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder. Nach zahlreichen Verspätungen und Streichungen von Flügen am Wochenende nahmen die drei wichtigsten New Yorker Flughäfen am Montag ihren Betrieb wieder auf. An den Flughäfen von Massachusetts, Connecticut, Rhode Island und New York fielen nur noch wenige Verbindungen aus, auch im Nahverkehr kam es zu keinen größeren Behinderungen mehr. Nach dem Ausfall von mehr als 20 Zügen bemühe man sich um einen Verkehr der Züge entlang der Ostküste im Stundentakt.

Auch die Stromversorgung war beeinträchtigt: Das Energieunternehmen Dominion Virginia Power wollte nach eigenen Angaben am Montag die letzten 7 000 seiner 121 000 vom Stromausfall betroffenen Kunden in Nord-Virginia wieder mit Elektrizität versorgen. Allein in und um Washington waren mehr als 40 000 Haushalte ohne Strom, etwa 85 000 waren es in der Gegend von Baltimore.

Die New Yorker hatten auf den schwersten Schneesturm seit dem 26. Dezember 1947, bei dem 77 Menschen gestorben waren, gelassen reagiert. Den Rekord-Schneefall von mindestens 68,3 Zentimeter Schnee allein im Central Park nutzen die Kinder zum Rodeln oder Snowboardfahren, einige Bürger durchquerten ihre Stadt auf Skiern. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hatte den Blizzard als gefährlichen und großen Schneesturm bezeichnet.. „Er könnte einer für die Geschichtsbücher werden“, sagte Bloomberg.

Auch auf die Berlinale wirkte sich das Schneechaos in den USA aus. Hollywood-Star Richard Gere (56) sagte für die Berlinale-Gala „Cinema for Peace“ am Montag Abend ab. Dies bestätigte der Veranstalter des Filmfestivals in Berlin. Wegen eines Schneesturms in New York konnte Gere nicht in New York abfliegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%