Nordrhein-Westfalen
Autobahn nach Wintereinbruch gesperrt

Schnee- und Eisglätte haben den Verkehr auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen am Samstag stark behindert. Die Autobahn 1 wurde zwischen der Anschlussstelle Remscheid und dem Kreuz Leverkusen sechs Stunden in beiden Richtungen gesperrt. An Steigungen hatten sich Dutzende Laster quergestellt, berichtete die Polizei.

HB HAMBURG/REMSCHEID. Erst als Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks die Lastwagen zur Seite gezogen hatten, konnte der Schnee geräumt und die Fahrbahn gestreut werden. Gegen Mittag lösten sich die Staus auf. Im Sauerland registrierte die Polizei am Morgen 20 Unfälle auf schneeglatten Straßen.

Zwei Kinder sind bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 45 bei Lüdenscheid aus einem sich überschlagenden Auto geschleudert worden und wie durch ein Wunder nahezu unverletzt geblieben. Der 32 Jahre alte Fahrer des Wagens sei schwer verletzt worden, teilte die Polizei in Dortmund mit. Er hatte am Samstagabend auf eisglatter Strecke die Kontrolle über sein Auto verloren und sich mit diesem überschlagen. Der nicht angeschnallte Mann und die ungesicherten sechs und zwölf Jahre alten Kinder wurden herausgeschleudert.

Staus gab es auf Autobahn A 8 München-Salzburg wegen des Ansturms der Wintersportler auf die Skigebiete: Nach Polizeiangaben stockte der Verkehr auf rund 65 Kilometern. Auch in Richtung Norden gab es Staus: Auf der Autobahn A 9 München-Nürnberg standen die Fahrzeuge zwischen Garching und Allershausen auf einer Strecke von 18 Kilometern. Dagegen hatte sich am Sonntag die Situation auf den Straßen beruhigt. "Die Lage ist inzwischen undramatisch", berichtete eine Beamter des Verkehrslagedienstes in München. Lediglich auf der Salzburger Autobahn herrschte dichter Verkehr.

Starke Windböen haben am Freitag die Anhänger zweier Lkws auf der Autobahn 72 von Chemnitz nach Hof erfasst und umgeworfen. Der Verkehr war wegen der Aufräumarbeiten für fünf Stunden erheblich behindert, teilte die Polizei am Samstag mit.

Heftiger Schneefall hat zu Beginn des Wochenendes den Reiseverkehr auf dem Osloer Flughafen Gardermoen zum Erliegen gebracht. Wie der Rundfunksender NRK am Samstag berichtete, wurde die Polizei gerufen, um "ausgeflippte" Passagiere zur Ordnung zu rufen. Tausende Reisende mussten die Nacht in Wartehallen zubringen.

In Schottland und Nordengland steckten hunderte Autofahrer auf verschneiten Straßen fest, nachdem bis zu 15 Zentimeter Schnee gefallen war. Tausende Menschen waren auch am Samstag noch von der Stromversorgung abgeschnitten.

Heftige Schneefälle in den kalifornischen Bergen haben den Zugverkehr in der Sierra Nevada (USA) zum Erliegen gebracht. Über 150 Menschen hätten die Nacht zum Samstag an Bord eines festgefahrenen Zuges verbracht, berichtete der Radiosender KCBS.

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