„Normale küstendynamische Vorgänge“
Neuer Kreide-Sturz auf der Insel Rügen

Nach sintflutartigen Niederschlägen sind an der Kreideküste der Insel Rügen rund 5 000 Kubikmeter Kreide von der Steilküste abgebrochen und in die Tiefe gestürzt. Es handelt sich um den größten Abbruch seit dem Absturz der berühmten Wissower Klinken vor mehr als zwei Jahren, als zehn Mal so viel Kreide in die Tiefe rauschte.

HB SASSNITZ. Der aktuelle Absturz sei ein Abbruch „mittlerer Größe“, sagte der Dezernent des Nationalparkamtes Vorpommern, Michael Weigelt, am Montag in Sassnitz. Verletzt worden sei niemand.

Kreideabbrüche im Uferbereich seien normale küstendynamische Vorgänge, sagte Weigelt. Allerdings sei die Jahreszeit für den Abgang eher ungewöhnlich. Normalerweise lösten sich größere Teile im Frühjahr, wenn das Eis in den Ritzen und Poren der Küste zu tauen beginne.

Die durch ein Gemälde von Caspar David Friedrich berühmte Kreide- Steilküste mit dem Königsstuhl und den Wissower Klinken liegt in Deutschlands kleinstem Nationalpark und zieht jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an. Der Abbruch am Kieler Bach, in der Mitte der rund 13 Kilometer langen Kreideküstenzone, war am Donnerstag entdeckt worden. Die Kreidefelsmassen liegen noch immer im Uferbereich der Ostsee. Eine rund 40 Meter lange Zunge ragt auf einer Breite von bis zu 30 Metern in die Ostsee.

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