Nostradamus

Der Pestarzt und seine Visionen

Nostradamus gilt als der berühmteste Seher aller Zeiten. Experten glauben, dass der vor 450 Jahren gestorbene Pestarzt viele Katastrophen vorhersah – angefangen vom Ersten Weltkrieg bis hin zum Terrorismus.
Nostradamus, so der latinisierte Name des Pestarztes, wurde für seine Prophezeiungen berühmt. Quelle: dpa - picture-alliance
Michel de Nostredame

Nostradamus, so der latinisierte Name des Pestarztes, wurde für seine Prophezeiungen berühmt.

(Foto: dpa - picture-alliance)

ParisVom Grauen des Verbrennens, von verdorrter Erde und Gefahren an der Grenze ist in seinen rätselhaften Versen die Rede. Düstere Bilder, die Nostradamus in visionären Vierzeilern zusammengefasst hat. Forscher glauben, dass der französische Arzt und Astrologe darin den Tod des französischen Königs Heinrich II., den Ersten Weltkrieg und den Terrorismus in Europa vorhersagte. Bis weit über das Jahr 3000 hinaus sollen die düsteren Zukunftsvisionen des berühmten Sehers reichen, der vor 450 Jahren, am 2. Juli 1566, im südfranzösischen Salon-de-Provence starb.

Nostradamus gilt als einer der bedeutendsten Seher aller Zeiten. Viele glauben, dass er in die Zukunft blicken konnte. Zu den bekanntesten Nostradamus-Experten gehört der deutsche Astrologe und Esoteriker Kurt Allgeier. In jahrelanger Arbeit hat er die über 900 Vierzeiler des Franzosen über Ereignisse bis ins Jahr 3797 ins Deutsche übersetzt.

Laut Allgeier soll Michel de Nostredame, so sein nicht latinisierter Name, für die Welt des 21. Jahrhunderts die Ausbreitung von Terrororganisationen gesehen haben, die in Europa Gräueltaten verüben. Der Konflikt zwischen den Extremisten und den „Ungläubigen“ werde zu einem Krieg mit Atomwaffen führen. Zusammengefasst hat Allgeier die Schreckensszenarien in seinem 2014 veröffentlichten Buch „Nostradamus. Was jetzt auf uns zukommt“.

Nostradamus kam am 14. Dezember 1503 in Saint-Rémy-de-Provence in Südfrankreich zur Welt. Er stammt aus einer jüdischen Familie, die unter politischem Druck zum Katholizismus konvertierte. Als Arzt kämpfte er mit einer von ihm erfundenen Pastille gegen die Pest. Er selbst starb mit 62 Jahren an Wassersucht, vermutlich als Folge seines langjährigen Gichtleidens.

Wo es 2030 in Deutschland noch teurer wird
Platz 15: Bremen
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In mehr als 80 Prozent der deutschen Großstädte haben sich die Preise für Wohnungen und Häuser in den vergangenen zehn Jahren nach oben entwickelt. Dazu hat vor allem die Urbanisierung beigetragen. Nach einer Auswertung der Postbank wird es in Bremen in Zukunft auch so weiter gehen. In den folgenden Städten wird es sogar noch teurer.

Bevölkerungsentwicklung inkl. Flüchtlingsprognose bis 2030*: + 0,48 Prozent
Bevölkerungsbedingte Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen bis 2030**: + 0,21 Prozent

* Annahme: Von 2015 bis 2030 migrieren 1 Million Flüchtlinge in die Bundesrepublik (Bleiberecht inkl. Familienzuzug); die Verteilung der Flüchtlinge auf die Bundesländer erfolgt
nach dem Königsteiner Schlüssel, innerhalb der Bundesländer nach Bevölkerungsanteilen.
* Prognostizierte Preisentwicklung auf Basis der angenommenen Bevölkerungsentwicklung inkl. Flüchtlingszuzug; Veränderungen des Verkaufspreises in Euro pro Quadratmeter.

Quelle: Postbank

Platz 14: Köln
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Auch in Köln werden die Preise steigen. Insgesamt werden sich in den kommenden 15 Jahren sich Städte und Regionen sehr unterschiedlich entwickeln: Weniger als die Hälfte der Städte werden noch wachsen, trotz Flüchtlingszuzug. Und: Die Bevölkerungsentwicklung einer Stadt und die Preise am Immobilienmarkt hängen eng zusammen, wie die Studie der Postbank zeigt.

Bevölkerungsentwicklung inkl. Flüchtlingsprognose: + 1,22 Prozent
Bevölkerungsbedingte Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen: + 3,38 Prozent

Platz 13: Leipzig
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In vielen Städten mildern neue Mitbürger, denen nach dem Asylverfahren ein Bleiberecht und damit eine Perspektive gewährt werden, den Bevölkerungsrückgang zumindest ab. Vor allem der Osten kann vom Zuzug durch Flüchtlinge profitieren, während er in prosperierenden Städten Engpässe auf dem Immobilienmarkt noch verstärken wird.

Bevölkerungsentwicklung inkl. Flüchtlingsprognose: + 1,38 Prozent
Bevölkerungsbedingte Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen: + 3,40 Prozent

Platz 12: Dresden
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Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass bis 2030 insgesamt etwa eine Million Menschen zuwandern – und der Zuzug damit etwa der Zahl der Flüchtlinge entspricht, die im Jahr 2015 ins Land kam. Die gegenwärtige Verteilung auf die Bundesländer nach dem Königsteiner Schlüssel wird fortgeschrieben, innerhalb der Länder wird eine Aufteilung auf Städte nach Bevölkerungsanteilen angenommen.

Bevölkerungsentwicklung inkl. Flüchtlingsprognose: + 1,57 Prozent
Bevölkerungsbedingte Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen: + 4,06 Prozent

Platz 11: München
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Grund für die erhöhte Wohnflächennachfrage in Städten wie München sind die steigende Anzahl von Haushalten, insbesondere Single-Haushalten, sowie der Wunsch nach mehr Wohnraum. „Der steigende Wohnflächenbedarf wird vor allem die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ankurbeln“, erklärt Postbank-Experte Dieter Pfeiffenberger.

Bevölkerungsentwicklung inkl. Flüchtlingsprognose: + 1,58 Prozent
Bevölkerungsbedingte Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen: + 4,39 Prozent

Platz 10: Aaachen
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Die Preisstürze in den schrumpfenden Städten hingegen werden der Studie zufolge wahrscheinlich durch einen weiteren Trend abgemildert – nämlich durch die steigende Wohnflächennachfrage.

Bevölkerungs-entwicklung inkl. Flüchtlingsprognose: + 2,06 Prozent
Bevölkerungsbedingte Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen: + 6,33 Prozent

Platz 9: Düsseldorf
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In allen 36 untersuchten Städten sind die Immobiliengrößen pro Haushalt in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Wurde im Jahr 2005 noch auf 71,8 Quadratmetern gewohnt, sind es jetzt im Schnitt 73,3 Quadratmeter. Bis 2030 wird die Wohnflächennachfrage in drei Viertel der untersuchten Städte weiter steigen, prognostiziert die Studie.

Bevölkerungsentwicklung inkl. Flüchtlingsprognose: + 2,18 Prozent
Bevölkerungsbedingte Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen: + 6,74 Prozent

Schon zu Lebzeiten machten ihn seine prophetischen Gedichte berühmt, die er bei sich in Salon-de-Provence unter dem Dach in seinem Observatorium zu Papier brachte. Im Jahr 1550 begann er mit dem Verfassen jährlicher Almanache mit Prophezeiungen für das jeweilige Jahr. Die berühmten Vierzeiler, die er in Centurien, Gruppen von maximal 100 Versen zusammengefasst hat, veröffentlichte er erst 5 Jahre später. Dass seine Prophezeiungen bis 3797 reichen würden, erklärte Nostradamus in einem Brief an seinen Sohn César.

In den Prophezeiungen fehlen fast vollständig Zeitangaben und Namen. Die Sprache ist metaphorisch mit zahlreichen Verweisen auf astrologische Konstellationen. Für den Nostradamus-Fachmann Jörg Dendl könne man viel in die rätselhaften Verse hineininterpretieren, wie der Historiker in einem Interview mit dem „Spiegel“ sagte. Der Seher soll zudem bewusst die Chronologie der Jahre durcheinander gebracht haben. Er habe Angst gehabt, wegen seiner prophetischen Fähigkeiten verfolgt zu werden, erklärte Dendl.

Zu jenen, die glauben, dass Nostradamus mit seinen düsteren Visionen richtig liegt, gehört neben Allgeier auch Manfred Dimde. In seinem 1999 erschienenen „Das Siegel des Nostradamus“ beschreibt der deutsche Publizist, was der französische Prophet vom Jahr 2000 bis zum Weltuntergang für uns vorhersieht. Nichts Gutes, denn neben technischen Entwicklungen, der Eroberung des Weltraums stehen dem 21. Jahrhundert Krisen und Kriege bevor. Der darin für 2001 vorhergesagte Atomunfall trat zum Glück nicht ein.

Zu den berühmtesten Vorhersagen von Nostradamus gehört der Tod des französischen Königs Heinrich II. (1516-1559). Tatsächlich kam ein Jahr nach der Prophezeiung Heinrich II. bei einem Turnier ums Leben. Eine Lanzenspitze hatte seinen Kopf durchbohrt.

  • dpa
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