Notstand im US-Staat Oregon
30 000 fliehen vor Waldbränden in Kanada

Ein verheerender Waldbrand im Westen Kanadas hat rund 30 000 Menschen in die Flucht getrieben. Den Einwohnern des Ferienortes Kelowna in der Provinz British Columbia blieben nur wenige Minuten Zeit, um sich vor der heranrasenden Flammenhölle in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der Feuerwehr vom Sonntag wurden mindestens 200 Häuser in Schutt und Asche gelegt.

HB/dpa VANCOUVER/SAN FRANCISCO. „Sie sind nicht nur zerstört, sie sind praktisch gar nicht mehr da“, beschrieb ein Sprecher das Ausmaß der Verwüstung.

Auch im Nordwesten der USA wüten weiter schwere Brände. In Oregon, wo am Freitag (Ortszeit) der Notstand ausgerufen wurde, rief der Gouverneur die Nationalgarde herbei, um der völlig überlasteten Feuerwehr beim Löschen zu helfen. Hunderte Camper und Sommer- Bewohner im Deschutes-Waldpark mussten Schutz vor den Flammen suchen.

Insgesamt verzeichnete das Nationale Feuerzentrum in Idaho über 50 große Brände allein im Westen der USA. Mehr als 15 000 Feuerwehrleute waren dort am Wochenende im Einsatz. Auch in Montana wurde zusätzlich die Nationalgarde eingesetzt. Die Feuer vernichteten nach Angaben der örtlichen Behörden im Gebiet der nördlichen Rocky Mountains bereits über 235 000 Hektar Land.

Im kanadischen Kelowna spitzte sich die Lage zu, nachdem die Flammen plötzlich begonnen hatten, von Baumwipfel zu Baumwipfel zu springen. Bereits am vergangenen Donnerstag waren rund 10 000 Einwohner aus der Stadt geflohen. Am Freitagabend rafften weitere 20 000 Menschen das Nötigste zusammen und verließen ihre Häuser. Polizisten riefen die Einwohner mit Megafonen auf, sich in Minutenschnelle auf den Weg zu machen.

Die Feuerwehr sprach von dramatischen Bildern: Teilweise schossen die Flammen aus den Baumkronen dutzende Meter in die Höhe und rasten dann durch Obstgärten und Weinanbaugebiete auf die Randbezirke von Kelowna zu. Insgesamt hat es in diesem Jahr in British Columbia schon 900 Waldbrände gegeben. In den verschiedenen betroffenen Gebieten sind rund 5000 Feuerwehrleute unterstützt von fast 2000 Soldaten im Einsatz.

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