NRW
Rechter Unternehmer baut Duisburger Moschee

Die größte Moschee Deutschlands in Duisburg wird von einer Baufirma errichtet, die einem rechtsgerichteten Unternehmer gehört. Die Firma lieferte das günstigste und fachlich beste Angebot ab und hat außerdem einschlägige Erfahrungen - da spielte die Gesinnung des Inhabers keine Rolle mehr.

HB DUISBURG. Der Auftrag für den 7,7 Millionen Euro teuren Bau sei nach europaweiter Ausschreibung an das Solinger Unternehmen Kissel-Rapid gegangen, sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag. Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma, Günther Kissel, wird vom Staatsschutz als „rechten Organisationen nahe stehend“ bewertet. Laut Staatsschutz ist Kissel als Sponsor solcher Organisationen bekannt.

Kissel-Rapid habe fachlich, technisch und vom Preis her das beste Angebot abgegeben, sagte Leyla Özmal von der Entwicklungsgesellschaft Duisburg, die das Projekt betreut. Mit dem Umbau einer S-Bahn-Station in Düsseldorf zu einem Gebetsraum weise die Firma einschlägige Erfahrungen vor. „Eine Überprüfung der politischen Gesinnung sehen die Vergabevorschriften nicht vor“, betonte Özmal. Die Eröffnung von Moschee und Begegnungsstätte ist für kommenden Sommer geplant. Gegen den Bau hatten im vergangenen Jahr hunderte Neonazis demonstriert.

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