Nürburgring GmbH halten sich scheinbar nicht an bestehende Verträge
"Rock am Ring" zieht gegen Formel-1 ins Rennen

Rockmusik und Formel 1 - beides heizt dem Publikum gehörig ein. Doch wer zu Pfingsten 2004 die Stimmung im Publikum am Nürburgring zum Brodeln bringen darf, das muss jetzt vielleicht ein Gericht entscheiden. Denn die Veranstalter des Festívals "Rock am Ring" wollen an ihrem traditionellen Termin festhalten.

HB ADENAU/FRANKFURT/MAIN. Ob das renommierte Musikfestival Rock am Ring wie gewohnt zu Pfingsten stattfinden wird, steht in den Sternen: Weil die Nürburgring GmbH an dem begehrten Wochenende im kommenden Jahr lieber Formel-1-Boliden über die Rennstrecke dröhnen lassen will, prüft die Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK) als Veranstalter des traditionell an Pfingsten stattfindenden Musikspektakels rechtliche Schritte.

„Wir haben der Nürburgring GmbH eine Frist bis zum 22. Oktober gesetzt, zu der Terminplanung Stellung zu nehmen und sie rückgängig zu machen“, sagte MLK-Sprecherin Katharina Wenisch am Montag in Frankfurt/Main. „Wir haben ja schließlich Verträge - der Termin hätte nicht vergeben werden dürfen.“

Zum 18. Rock am Ring in diesem Jahr waren 75 000 Karten - gültig über alle drei Konzerttage - verkauft worden. Verhandlungen mit den Künstlern für den 19. Rock am Ring 2004 sind nach Agenturangaben bereits angelaufen - für den Pfingsttermin.

Der Internationale Automobil-Verband (FIA) hatte vergangene Woche das Formel-1-Programm mit 18 Rennen und dem neuen Termin für das Nürburgring-Rennen bekannt gegeben. Im kommenden Jahr soll demnach der Große Preis von Europa zu Pfingsten (30. Mai) auf dem Nürburgring gefahren werden. Die Nürburgring GmbH lehnte am Montag eine Stellungnahme mit Verweis auf noch laufende Verhandlungen ab.

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