Nürnberger sitzt seit 20 Jahren in der Todeszelle in Texas
Hinrichtung von deutschstämmigem Mörder erneut aufgeschoben

Am Donnerstag ist im Bundesstaat Texas die geplante geplante Hinrichtung des in Nürnberg geborenen Raubmörders Troy Albert Kunkle erneut in letzter Minute abgesetzt worden. Wie Justizsprecherin Michelle Lyons mitteilte, gewährte der Oberste Gerichtshof in Washington einen Aufschub bis auf weiteres.

HB HUNTSVILLE. Kunkle befand sich bereits im Warteraum neben der Todeskammer im texanischen Staatsgefängnis von Huntsville, als er gegen 18.40 Uhr (Ortszeit) von der Entscheidung erfuhr.

Erst im Juli dieses Jahres war seine Exekution in letzter Minute aufgeschoben worden. Der 38-jährige Kunkle sitzt seit 20 Jahren in der Todeszelle. Er ist der Sohn einer Deutschen und eines US-Soldaten und besitzt die US-Staatsbürgerschaft. Er hatte im Jahr 1984 in Corpus Christi gemeinsam mit mehreren Komplizen den 31-jährigen Anhalter Steven Horton ausgeraubt und erschossen. Für Kunkle haben sich verschiedene Organisationen von Gegnern der Todesstrafe eingesetzt. Seine Exekution wäre bereits die 24. in diesem Jahr in Texas gewesen. In Huntsville werden jedes Jahr mehr Todesurteile vollstreckt als in allen anderen US-Bundesstaaten. Von den landesweit 65 US-Hinrichtungen des vergangenen Jahres fanden 24 in Texas statt. Hier sitzen zurzeit 445 Verurteilte in Todeszellen, darunter neun Frauen.

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