Nukleares Desaster: Tepco gibt Kernschmelze zu

Nukleares Desaster
Tepco gibt Kernschmelze zu

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KyotoDer japanische Energieversorger Tokyo Electric Power (Tepco) hat erstmals klar zugegeben, dass der Brennstoff in den Blöcken eins bis drei des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi schmilzt. "Die Möglichkeit ist nicht von der Hand zu weisen", sagte ein Sprecher, was auf Japanisch so etwas wie eine klare Bestätigung ist. "Die Brennstäbe sind eindeutig beschädigt." 

Das Unternehmen hat am frühen Dienstagmorgen alles Personal bis auf eine Kernmannschaft abgezogen. Die verbliebenen Leute versuchen, den Reaktorkern doch noch abzukühlen, indem sie Meerwasser in den Druckbehälter pumpen.

Der äußere Abschirmbehälter hat offenbar bereits ein größeres Leck, das von einer neuen Explosion in der Nacht von Montag auf Dienstag verursacht wurde. Wenn der derzeitige Abkühlversuch misslingt, dann stehen nur noch die 30 Zentimeter Stahl des Druckgefäßes zwischen dem schmelzen Kernbrennstoff und der Umwelt.

Schlechte Nachrichten kommen auch von den Meteorologen. Der Wind in der Umgebung des Unglücksmeilers dreht offenbar Richtung Süd - doch dort liegt die Megametropole Tokio mit über 30 Millionen Einwohnern. Eine Evakuierung Tokios gilt indessen als unmöglich.

 

Finn-Robert Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk
Handelsblatt / Korrespondent Peking

Kommentare zu " Nukleares Desaster: Tepco gibt Kernschmelze zu"

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  • Man kann nur für dieses tolle und so friedliche Volk dort hoffen, dass Sie nicht in Ihren eigenen Land vernichtet werden..die Nachrichten seit Freitag lesen sich wie die Apokalypse in einem Endzeitfilm, und doch ist es real...Beben, Tsunami und aller Voraussichtnach auch der SuperGau - das ist der Totalkollaps von Japan, mit einer der größten Volkswirtschaften in der Welt!

    Die Frage die ich mir jetzt stelle: Wer profitiert von diesem Desaster? (Land, Unternehmen)

    Und: Darüberhinaus sein noch eine offene Frage gestellt: Warum war dieses wie auch viele andere "bekannte" Erdbeeben zuvor stets in 10KM tiefe ausgebrochen, bei gleichzeitiger Höchstaktivität der HAARP-Anlage in Gakona, Alaska...Zufall? Zugegeben, sehr spekulativ - aber die Auffälligkeiten nehmen zu, dass evtl. Wetterwaffen (HAARP) eine signifikante Rolle spielen.

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