Nur geringe Schäden
Befürchtete Unwetter zumeist ausgeblieben

Die für weite Teile Deutschlands erwarteten Unwetter sind in der Nacht zum Montag zumeist ausgeblieben. Gewitter richteten nach Angaben von Polizei und Feuerwehr nur vereinzelt Schäden an. Mindestens zwei Menschen wurden schwer verletzt.

HB/dpa HAMBURG. Bei Bränden nach Blitzeinschlägen entstanden mehrere hunderttausend Euro 100 000 € Schaden. Auf der Bahnstrecke Osnabrück-Bremen legten herabstürzende Äste den Zugverkehr für knapp zweieinhalb Stunden in beiden Richtungen lahm.

Im niedersächsischen Leer ging für knapp eine Stunde Starkregen nieder. Auf manchen Straßen stand das Wasser nach Polizeiangaben bis zu 50 Zentimeter hoch. Einige Autofahrer verließen in Panik ihre Fahrzeuge. Mindestens 60 Keller seien voll gelaufen. Verletzt wurde dort niemand. Ebenfalls in Niedersachsen zerstörten herabstürzende Äste bei Diepholz eine Oberleitung. Die Bahnstrecke konnte erst kurz vor Mitternacht wieder eingleisig freigegeben werden. Zuvor waren etliche Fernzüge über Hannover umgeleitet worden. Nach Angaben der Bahn kam es zu Verspätungen von einer bis eineinhalb Stunden.

Nahe des nordrhein-westfälischen Preußisch Oldendorf geriet am Sonntagabend ein Heißluftballon in Turbulenzen und musste notlanden. Dabei wurden ein 66-Jähriger schwer und der 67 Jahre alte Ballonführer leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. In Winden in Rheinland-Pfalz erlitt ein 61 Jahre alter Landwirt schwere Verletzungen, als er einen Traktor aus einer Scheune retten wollte, die von einem Blitz in Brand gesetzt worden war.

Auch im niedersächsischen Markhausen bei Friesoythe entfachte ein Blitz ein Feuer in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Bei dem Brand eines Schweinemastbetriebes entstanden mindestens 100 000 € Schaden. Die weitaus meisten der 270 Tiere wurden nach Polizeiangaben gerettet. Wie viele Tiere umkamen, war zunächst unklar.

Teils schwere Gewitter gab es im Süden Baden-Württembergs. Im Raum Freiburg und in Offenburg knickten laut Polizei mehrere Bäume und Straßenlaternen um. Ein durch die Luft wirbelndes Werbeplakat habe in Offenburg an drei parkenden Autos mindestens 20 000 € Schaden angerichtet. Verletzt wurde niemand. „Es sah zunächst schlimmer aus, als es dann war“, sagte ein Polizeisprecher.

In Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland blieben nach Behördenangaben schwere Gewitter, Hagel und Orkanböen trotz entsprechender Warnungen des Deutschen Wetterdienstes aus. Eine Unwetterwarnung für den Westen Niedersachsens war noch am Sonntagabend aufgehoben worden.

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