Nur wenige Tunnelbetreuer haben nicht aus den Bränden gelernt
ADAC-Tunneltest offenbart starke Sicherheitsmängel

Fünf Jahre nach dem verheerenden Brand im Mont-Blanc-Tunnel hat sich an der Sicherheit der europäischen Straßentunnel nich viel geändert. Das ergab der diesjährige, jährlich durchgeführte, ADAC-Tunneltest. Einige Tunnel sind sogar unsicherer geworden. So wies erstmals ein deutscher Tunnel so gravierende Sicherheitslücken auf, dass er von den Testern nur mit mangelhaft bewertet werden konnte.

HB MÜNCHEN. Fünf Jahre nach der Brandkatastrophe im Mont-Blanc Tunnel hat der ADAC Tunneltest erneut dramatische Sicherheitslücken bei vielen europäischen Straßentunneln aufgedeckt. Die Schlußlichter des diesjährigen Tests sind dabei nicht unbedingt veraltete Tunnelsysteme. So fiel der 1994 eröffnete Wattkopf-Tunnel bei Ettlingen in Baden-Württemberg glatt durch und zog damit die eigentlich passable Beurteilung deutscher Tunnel herunter.

Insgesamt kann das Testergebnis ohnehin nicht zufriedenstellen. Von 27 getesteten Tunneln fielen vier Tunnel komplett durch. Nur neun gingen mit der die Bestnote "sehr gut" aus dem Test hervor. Dass einige Tunnelplaner auch aus den Unfällen der vergangenen Jahre gelernt haben, zeigt der Sieger des Tests. Der erst 2003 in Betrieb genommene Autobahntunnel Rennsteig an der A71 bei Oberhof in Thüringen konnte überzeugen, wie der ADAC am Mitwoch mitteilte.

Seit 19999 wird der Test jährlich durchgeführt, als Reaktion auf die letzte Katastrophe im Mont Blanc Tunnel, die durch eine weggeworfene Zigaretten kippe ausgelöst worden war. Insgesamt verloren dabei 39 Menschen ihr Leben. Daran erinnerte auch ADAC-Präsident Peter Meyer bei der Vorstellung des Tests am Mittwoch. Viele Autofahrer hätten seitdem beim Durchfahren längerer Tunnel ein ungutes Gefühl.

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