Oberlandesgericht Celle
Ernst August darf Revision gegen Urteil einlegen

Wegen eines Angriffs auf einen Hotelier muss der Prozess gegen Ernst August Prinz von Hannover möglicherweise neu aufgerollt werden. Obwohl sein Verteidiger die Fristen dafür überschritten hatte, darf der Adelige gegen seine Verurteilung wegen Körperverletzung Revision einlegen.

HB CELLE. Der Angeklagte habe den Ablauf dieser Frist nicht selbst zu vertreten, begründete das Oberlandesgericht Celle am Montag seine Entscheidung. Das Landgericht Hannover hatte den Ehemann von Prinzessin Caroline von Monaco im vergangenen November wegen eines Angriffs auf einen Disco- und Hotelbesitzer in Kenia zu einer Geldstrafe von 445 000 Euro verurteilt.

Der damalige Verteidiger des Prinzen hatte gegen das Urteil zu spät Revision eingelegt. Er gab an, er habe eine seit September 2004 geltende Rechtsänderung nicht gekannt. Die beginnt die einwöchige Frist zur Einlegung der Revision bereits mit der Urteilsverkündung und nicht wie zuvor erst mit der Zustellung des Urteils. Das OLG Celle entscheidet nun über die Revision und prüft, ob Rechtsfehler vorliegen. Der Prozess gegen Ernst August könnte dann neu angesetzt werden.

Der Adlige hatte über seinen Verteidiger gestanden, den Hotelier geohrfeigt zu haben und bedauerte die Vorfälle. Sein Anwalt hatte erklärt, Ernst August sei „beträchtlich alkoholisiert“ gewesen.

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