Aus aller Welt
Oberstes Gericht lässt Schiavo sterben

Die Eltern der Komapatientin Terri Schiavo sind auch in letzter juristischer Instanz mit ihrem Antrag gescheitert, ihre Tochter unverzüglich mit Nahrung versorgen zu lassen. Der Oberste Gerichtshof in Washington weigerte sich am Donnerstag, die Urteile früherer Instanzen aufzuheben.

HB DÜSSELDORF. Ohne weiteren Kommentar oder Berichte über mögliche Uneinigkeit der Richter lehnte das Gericht den erneuten Antrag ab. Zuvor waren Schiavos streng katholische Eltern zwei Mal mit dem Versuch gescheitert, die Wiederaufnahme der Ernährung über ein für Florida zuständiges Bundesgericht zu erreichen.

Terri Schiavo ist mittlerweile seit knapp einer Woche ohne Wasser und Nahrung. Experten zufolge wird sie ohne künstliche Ernährung innerhalb der kommenden Woche sterben. Nach mehreren Gerichtsverfahren und jahrelangem Rechtsstreit hatten die behandelnden Ärzte am vergangenen Freitag eine Magensonde entfernt, mit der die 41-Jährige bis dahin künstlich ernährt worden war.

Ihr Ehemann hatte sich gegen weitere lebensverlängernde Maßnahmen eingesetzt und argumentiert, seine Frau hätte nicht gewollt, in diesem Zustand dauerhaft künstlich am Leben erhalten zu werden. Terri Schiavo war 1990 nach einem Herzinfarkt mit schweren Hirnschäden ins Koma gefallen. Der Fall wird in den USA vor allem von Seiten christlicher Gemeinschaften mit starken Emotionen begleitet.

Seite 1:

Oberstes Gericht lässt Schiavo sterben

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%