Öl-Panne
Ostfriesen fürchten eine Naturkatastrophe

Größere Mengen Erdöl sind aus einem unterirdischen Lager in Ostfriesland ausgelaufen. Einheimische fürchten eine Gefährdung des Grundwassers. Bisher ist nicht bekannt, wie viel Öl ausgetreten ist.
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DüsseldorfNach einem Zwischenfall in einem unterirdischen Öllager in der Nähe des ostfriesischen Ortes Etzel (Landkreis Wittmund) sollen am Sonntag laut Informationen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) größere Mengen Erdöl ausgelaufen sein. Der Abfluss konnte gestoppt werden, das Öl lief aber in Wassergräben und Entwässerungskanäle.

Zur Zeit ist nicht bekannt, wie viel Öl ausgetreten ist. Ebenfalls unklar ist, ob Ostfriesland deswegen eine Umweltkatastrophe befürchten muss. „Wir sind in größter Sorge, dass unser Grundwasser jetzt extrem gefährdet ist“, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx dem NDR.

Das Öl hat sich nach Behördenangaben auf einer Länge von 6,2 Kilometern in umliegende Gewässer ausgebreitet. Bis zu 280 Kräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks waren bis Montagmorgen im Einsatz, um Ölsperren zu errichten. Mitarbeiter des zuständigen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie waren vor Ort und übernahmen die Ermittlungen zur Schadensursache.

Der Betreiber der unterirdischen Öllager, die Firma IVG Caverns, will sich in einer Pressekonferenz zu dem Vorfall äußern.

Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
Anis Micijevic
Handelsblatt / Spätdienst Online + Mobile

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