Öl-Produktion soll wieder beginnen
Hurrikan „Dean“ hat sich aufgelöst

Vom ehemaligen Hurrikan „Dean“ geht keine unmittelbare Gefahr mehr aus. Er wurde am Mittwochabend zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herabgestuft, nachdem er zuvor zum zweiten Mal binnen zwei Tagen auf das mexikanische Festland getroffen war.

HB MEXIKO-STADT. „Dean“ schwächte sich zunächst zum Tropensturm ab und wurde dann über der Sierra Madre Oiental mit Bergen von bis zum 5700 Höhe zu einem ausgedehnten Niederdruckgebiet. In weiten Teilen des Landes regnete es. Auch in der mexikanischen Hauptstadt in rund 400 Kilometer Entfernung waren die Auswirkungen zu spüren. Viele Straßen standen wegen des anhaltenden Regens unter Wasser. Erdrutsche und Überschwemmungen wurden befürchtet.

Zuvor war „Dean“ bereits über die bei Touristen beliebte Halbinsel Yucatan und danach über den Golf von Mexiko gefegt. Entgegen ersten Befürchtungen blieb der Schaden relativ gering; Berichte über Tote in Mexiko lagen nicht vor. In der Karibik waren zuvor zwölf Menschen durch „Dean“ ums Leben.

Im Golf von Mexiko hatte das staatliche Erdölunternehmen Petroleos Mexicanos (PEMEX) zwischenzeitlich alle Plattformen entlang des Hurrikankurses evakuiert und über 15 000 Arbeiter an Land in Sicherheit gebracht. In diesen Ölfeldern werden täglich 2,6 Millionen Barrel gefördert. Die Produktion sollte am Freitag wieder beginnen.

Experten schätzen die versicherte Schadenssumme in Mexiko bislang auf höchstens 250 Millionen Dollar. Auf seinem gesamten Zug durch die Karibik und Mexiko dürfte „Dean“ Verluste von etwa zwei Milliarden Dollar verursacht haben, wie die US-Agentur Eqecat mitteilte. Zum Vergleich: Der Hurrikan „Katrina“ richtete vor zwei Jahren in den USA einen volkswirtschaftlichen Schaden von 133 Milliarden Dollar an, wovon etwa die Hälfte versichert war. Damals starben 62 Menschen.

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