Ölpreis steigt
Nächster Hurrikan droht

In der westlichen Karibik hat sich am Montag ein neuer Tropensturm formiert, der wieder zu einem Hurrikan heranwachsen und die amerikanische Südküste bedrohen könnte.

HB LONDON. Der als „Wilma“ benannte Sturm ist bereits der 21. seiner Art in dieser Hurrikan-Saison und wird Meteorologen zufolge bis Ende der Woche in den Golf von Mexiko ziehen und dort möglicherweise auch die US-Ölförderanlagen erfassen. Wegen befürchteter Schäden an den Ölanlagen kletterte der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) US-Leichtöl um 1,40 Dollar auf 64,06 Dollar. Die marktführende Nordseesorte Brent verteuerte sich ebenfalls um etwa 1,40 Dollar auf 61 Dollar je Barrel.

„Wilma“ wird den Vorhersagen des US-Hurrikan-Zentrums zufolge am Donnerstag zunächst die mexikanische Yucatan-Halbinsel und dann am Freitag den Golf von Mexiko erreichen. Die US-Golfküste ist derzeit noch schwer von den Hurrikans „Katrina“ und „Rita“ gezeichnet, die die Region in den vergangenen beiden Monaten erfasst haben. Wegen der Schäden an den Ölanlagen im Golf waren bis Freitag noch rund zwei Drittel der Produktion ausgesetzt.

„2005 wird damit neben 1933 als das sturmreichste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 100 Jahren in die Wettergeschichte eingehen“, sagte Hurrikan-Experte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia der dpa. „Es muss befürchtet werden, dass sich „Wilma“ zum nächsten gefährlichen Hurrikan entwickeln kann.“

„Wilma“ ist der letzte Name auf der ursprünglichen Liste. Für weitere Stürme müsste nötigenfalls das griechische Alphabet verwendet werden. Die Hurrikan-Saison auf dem Atlantik dauert offiziell noch bis Ende November. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein neuer atlantischer Rekord aufgestellt wird“, sagte Sävert.

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