Österreich: Schuldach stürzt ein

Österreich
Schuldach stürzt ein

In Oberösterreich ist nach starken Schneefällen am Mittwoch das Dach einer Volksschule eingestürzt. 100 Schüler und ihre Lehrer kamen mit dem Schrecken davon. Sie konnten rechtzeitig ins Freie gebracht werden.

HB LINZ. Das Schulgebäude in Kopfing nahe der bayerischen Grenze bei Passau war 1963 errichtet worden. Der Satteldach-Bau sei bereits einmal saniert worden, sagte der Bürgermeister der Gemeinde. In dem Ort habe es in den vergangenen Tagen extrem viel geschneit. Der erste Stock des Gebäudes, in dem die Klassen der Grundschule untergebracht waren, bleibt vorerst gesperrt. Die Kinder haben bis Freitag schulfrei. Im unversehrten Erdgeschoss müssen die Hauptschüler weiter die Schulbank drücken.

In Bad Ischl in Oberösterreich wurde eine Schule wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt. In der Dachkonstruktion wurden Risse festgestellt. 300 Schüler und ihre Lehrer mussten das Gebäude aus Sicherheitsgründen verlassen.

Katastrohenalarm auch bei den deutschen Nachbarn: Nach dem Landkreis Passau hat am Mittwoch auch der Nachbarkreis Deggendorf Katastrophenalarm wegen zu großer Schneemassen auf den Dächern ausgelöst. „Wir haben erhebliche Schneemassen“, sagte der Katastrophen-Sachgebietsleiter Thomas Kindel. Bis zu einem Meter hoch liege der nasse Pappschnee auf den Dächern. Sämtliche Turnhallen im Landkreis und ein großer Verbrauchermarkt seien gesperrt worden. „Feuerwehr und Technisches Hilfswerk reichen nicht mehr, um das zu räumen“, sagte Kindel. Sie seien schon seit 24 Stunden mit mehreren hundert Mann im Dauereinsatz.

Immer mehr besorgte Bürger meldeten sich, weil sie den Einsturz ihrer Dächer fürchteten. Am Mittag habe der Landrat den Katastrophenfall ausgerufen, um Unterstützung von der Bundespolizei und, wenn sich die Lage weiter zuspitze, auch von der Bundeswehr erbitten zu können. Die Bundespolizei habe bereits Kräfte zugesagt. Vor allem in den zwischen Donau und dem Bayerischen Wald sei die Lage kritisch. Für den Nachmittag kündigte der Wetterdienst weitere Schneefälle an. Die Feuerwehr gehe inzwischen vorsichtig vor: „Wir lassen aus Sicherheitsgründen keinen aufs Dach, bevor ein Statiker sein Okay gegeben hat“, sagte Kindel. Bei Privatgebäuden müsse der Eigentümer die Kosten für Feuerwehr und Statiker selbst zahlen.

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