Oktoberfest-Auftakt

Millionen-Einnahmen in Maßen

Wenn es heißt „O' zapft is'“, dann beginnt nicht nur eines der größten Volksfeste der Welt, sondern auch die umsatzstärksten Wochen für die Münchener Bierbrauer. Die Besucher spülen hunderte Millionen Euro in die Kassen.
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Klingelnde Kassen beim Oktoberfest

MünchenWenige Tage vor dem Wiesn-Auftakt sitzen sie eng beisammen in einem urigen Nebenraum des Biermuseums in der Münchener Innenstadt: Brauer, Wiesnwirte und Lokalprominenz. Die Hinterberger Musikanten spielen auf, eifrige Kellern bringen immer wieder aufs neue Krüge mit frisch gezapftem Bier herbei, das Münchner Kindl läuft durch die Reihen. Bei der alljährlichen Wiesnbier-Probe lässt sich jeder sehen, der in der Bierstadt München etwas auf sich zählt.

Auch wenn bei dem Stelldichein Tracht Pflicht ist, die Zusammenkunft ist keine Folklore. Das Oktoberfest ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor gerade für die Brauer. 7,4 Millionen Maß Bier wurden im vergangenen Jahr auf der Wiesn ausgschenkt. Vor allem aber ist die Werbewirkung in aller Welt nicht zu unterschätzen. Dank des boomenden Exports geht inzwischen ein Fünftel des bayerischen Bierabsatzes von 22 Millionen Hektolitern ins Ausland. Tendenz weiter steigend.

Natürlich ist bei dem Treffen der Bierprominenz in München auch Michael Möller dabei, Chef des weltbekannten Hofbräuhauses samt zugehöriger Brauerei. Seit Jahren ist der deutsche Biermarkt von Überkapazitäten und Preisverfall gebeutelt. Möller aber hat derzeit ein Luxusproblem: Er kann nicht so viel ausliefern, wie nachgefragt wird, unangenehm. „Sag mal jemandem, dass er sein Bier nicht kriegt“, sagt Möller.

Bei der Wiesn wird das Hofbräu-Bier nicht ausgehen. Immerhin 2,5 Prozent des jährlichen Hofbräu-Gesamtausstoßes von 300.000 Hektolitern, berichtet Möller, würden auf dem Oktoberfest ausgeschenkt. „Für eine kleine Brauerei wie uns ist das schon relevant“, sagt Möller dem Handelsblatt.

Für das Oktoberfest hat der Hofbräu, wie auch die Münchener Konkurrenten, wieder ein eigenes Bier gebraut. „Geschmackig und vollmundig“ müsse ein Wiesnbier sein, sagt Möller, seine Brauerei arbeite viel mit Hopfen. Leicht zu trinken müsse ein Wiesnbier sein, trotz des bei Hofbräu hohen Alkoholgehalts von 6,3 Prozent. Auch nach zwei oder drei Maß, scherzt einer der Bierexperten, müsse der Wiesnbesucher am nächsten Morgen „ohne Befund“ aufwachen.

Bierpreis als alljährliches Aufregerthema
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4 Kommentare zu "Oktoberfest-Auftakt: Millionen-Einnahmen in Maßen"

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  • für 0,75l Bier fast 20 DM, da bin ich nicht dabei.
    Das Ganze ist nur noch Nepp, aber die die Spass daran haben sollen sich amüsieren, sowie ich vor Jahrzehnten als die Mass noch 3 DM kostete.

  • Man MUSS ja nicht dorthin!
    Ich war ein einziges Mal dort, und auch nur, weil ich vor ca. 30 Jahren mal zeitweise eine Freundin in München hatte. Sie und ihre 2 Mitbewohnerinnen schleiften mich von M.-Daglfing aus quer durch die Stadt auf die Wies"n und nachts wieder zurück. War recht lustig, aber... die Bilder, die ich heute von dort sehe... nein, muß nicht sein!

  • die Gier !

    wer hat denn da ein Grund zum Feiern ?

  • Hallo,

    da es inzwischen nur noch eine reine Kommerzveranstaltung ist, gehe ich da nicht mehr hin. Selbst die Original Bayern zieht es dort kaum noch hin. Ist mehr für Touristen. Jedes Jahr werden die Bierpreise für eine Maß angehoben. Und ich denke nicht, dass Wasser, Hopfen, Malz etc. so massiv in den letzten 30 Jahren angestiegen sind. Ist nur noch zum Geld verdienen.

    Man soll da hingehen, Geld ausgeben, 1 Händel essen und dann sich dann brav um 23 Uhr verp......

    In meinen Augen nur noch reine Abzocke. Die Schlägertypen am Eingang sind auch nicht so mein Ding.
    Und bewegen darf man sich auch nicht. Nur brav am Tisch sitzen.

    Da kann man echt besser die lokalen Dorffeste mitnehmen. Die sind echt schöner.

    VG
    Marvel

    PS: Obiges ist meine Meinung. Jeder der sich gerne abziehen lassen will, kann da ja hingehen.

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